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August 2021

Bronchitis Asthma Emphysem nicht über einen Kamm scheren!

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 6/ 2000; S. 29/ 085; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Prof. Dr. med. K. Wilms Direktor der Medizin. Poliklinik der Univ. Würzburg Geschäftsf. Schriftleiter der MMW-Fortschritte der Medizin Chronische Bronchitis Asthma bronchiale und Emphysem stellen in der ärztlichen Praxis ein sehr häufiges Problem dar. Für die Volkswirtschaft bedeuten diese Atemwegserkrankungen eine große Belastung sowohl durch notwendige ambulante und stationäre Behandlungen als auch durch die Fehlzeiten infolge Arbeitsunfähigkeit. Die Folgeerkrankungen vor allem die Entwicklung eines Cor pulmonale begrenzen die Lebenserwartung der Patienten. Die Prävention dieser Volkskrankheiten ihre frühzeitige Diagnose und die Optimierung der Therapie müssen deshalb als zentrale Aufgabe der "Medical Community" d. h. in erster Linie der behandelnden Ärzte angesehen werden. Die Aufklärung der Bevölkerung über diese Erkrankungen vor allem über ihre Entstehung auf der Basis des inhalativen Zigarettenrauchens ist eine zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik. Dem einzelnen Patienten muss durch den behandelnden Arzt vermittelt werden dass der bagatellisierte "Raucherhusten" ein ernstes Symptom einer chronisch fortschreitenden Erkrankung sein kann. Die praxisnahe WHO-Definition der chronischen Bronchitis (Husten und Auswurf über mindestens drei Monate in zwei aufeinander folgenden Jahren) ist sehr hilfreich. Als Ärzte haben wir bei dieser Diagnose das "Remodeling" des Bronchialepithels mit Plattenepithelmetaplasie und Störung der mukoziliären Clearing-Funktion vor Augen. Für die Differenzialdiagnose der chronischen Bronchialobstruktion sind die Kenntnis der Pathophysiologie und die daraus abzuleitenden Konsequenzen entscheidend. Die Diagnose einer "chronisch-asthmatoiden Emphysembronchitis" ist wenig hilfreich: Die Diagnosen "chronische Bronchitis" Asthma bronchiale und "Lungenemphysem" führen zu unterschiedlichen therapeutischen Ansätzen und sollten deshalb auch differenzialdiagnostisch unterschieden werden. Für das Asthma bronchiale hat die Einführung der inhalativ verabreichten und dadurch nebenwirkungsarmen Kortikosteroide einen entscheidenden Fortschritt gebracht. Die neu entwickelten lang wirksamen 2-Sympathikomimetika bedeuteten einen weiteren wichtigen Fortschritt. Bei Patienten mit chronischer Bronchitis und Bronchialobstruktion sind diese Therapieansätze dagegen nur in etwa 20% der Betroffenen wirksam. Hier stehen die Ausschaltung der Noxe (Zigarettenrauchen) und die antibiotische Therapie bei akuten Exazerbationen sowie die verschiedene Möglichkeiten supportiver Maßnahmen im Vordergrund. Die nachfolgenden Arbeiten geben wichtige praktische Hinweise für die Differenzialdiagnostik und Differenzialtherapie. ab


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