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September 2021

Verwirrt im Delir Wie die Orientierung in Raum und Zeit verloren geht

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 1-2/ 2000; S. 34/ 014 - 35/ 015; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Priv.-Doz. Dr. med. F. M. Reischies; Psychiatrische Klinik und Poliklinik der Freien Universität Berlin Beim Verwirrtheits- bzw. Delirsyndrom liegen Störungen kognitiver Leistungen des Gedächtnisses und des Bewusstseins vor. Zentral besteht offenbar eine Störung des Arbeitsgedächtnisses und der neuronalen Plastizität. Die Beeinträchtigung der verschiedenen Funktionen lässt sich prüfen. Verwirrtheitszustände (VZ) oder Delirien nach ICD-10 zeigen Symptome aus dem kognitiven emotionalen vegetativen und Antriebsbereich. Wahn und Halluzinationen können vorkommen stehen aber bei den typischen Verwirrtheitszuständen nicht im Vordergrund. Bewusstheit der Umgebung Beim Verwirrtheitszustand finden sich leichte Bewusstseinsstörungen auf der Achse vom Wachbewusstsein bis zum Sopor meist als fluktuierende Benommenheit oder Somnolenz. Für die Diagnose des Verwirrtheitszustands ist die Beurteilung des Bewusstseins zentral u. a. weil es differenzialdiagnostisch in der Abgrenzung von länger bestehenden Demenzentwicklungen hilft. Die Beurteilung leichter Bewusstseinsstörungen d. h. wenn keine klare Somnolenz vorliegt ist aber schwierig. Klinisch ist die Frage zu beantworten ob der Patient sich seiner Umgebung klar bewusst ist ("Bewusstheit" als Übersetzung für "awareness of the environment" der englischen ICD-10- und DSM-IV-Definitionen des Delirs). Mit "Bewusstheit der Umgebung" ist ein leichter beurteilbares psychisches Konstrukt im Vergleich zu "Bewusstsein" gemeint. Dafür ist eine sorgfältige Beobachtung im Rahmen eines psychiatrischen Interviews notwendig. Einerseits wird der Patient selbst nach seiner Einschätzung der Bewusstseinslage befragt. Andererseits besonders beim Verdacht auf eine leichte Bewusstseinsstörung müssen auch Angehörige Auskunft geben ob der Patient ihnen "benommen" verhangen oder "dösig" erscheint. Der Untersucher beurteilt das Profil der Befunde denn kein Symptom ist spezifisch. Untersuchungen: - Beobachtung der Aufmerksamkeit Entscheidungen Handlungen sowie der Psychomotorik; - Selbsteinschätzung des Patienten (Benommenheit Wachheit); - Fremdanamnestische Angaben (Benommenheit); - Beurteilung des Befundprofils: "Gestörte Klarheit der Bewusstheit der Umgebung". Kognitive Leistungen Die Beurteilung von leichten Verwirrtheitszuständen und v. a. von Verwirrtheit ohne Nachweis einer Störung der Bewusstheit der Umgebung erfordert die Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Bspw. ist bei einem nicht bewusstseinsgestörten Patienten der erregt ist und Wahngedanken äußert eine delirante Symptomatik auszuschließen wobei die kognitive Leistungsfähigkeit und z. B. die Orientierung klinisch geprüft werden müssen. ab


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