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July 2021

Exanthematische lnfektionskrankheiten des Kindesalters Teil 3: Virale und bakterientoxinvermittelte Exantheme

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 18/ 2000; S. 398/ 52 - 400/ 54; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Dr. med. Annette Pohl-Koppe Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital (Direktor: Prof. Dr. med. D. Reinhardt) der Ludwig-Maximilians-Universität München Hand-Fuß-Mund-Erkrankung (Coxsackie A 16) Epidemiologie: Tröpfcheninfektion oder fäkal-orale Übertragung v. a. in den Sommer- und Herbstmonaten Inkubationszeit: 3-8 Tage Klinik: Exanthem an typischer Stelle (Abb. 9) mäßiges Fieber. Enteroviren können unspezifische Erkrankungen des Respirations- oder Gastrointestinaltrakts hervorrufen v. a. verschiedenste Exantheme: häufig makulo-papulöse z. T. auch urtikarielle vesikulöse hämorrhagische oder pustulöse Exantheme Komplikationen: Bei Patienten mit Agammaglobulinämie: Meningoenzephalitis Kardiomyopathie Diagnostik: Typische Klinik Serologie möglich Therapie: Symptomatisch DD: Insektenstiche. Gianotti-Crosti-Syndrom (verschiedene virale Erreger) Epidemiologie: Geringe Kontagiosität Übertragungsmodus unbekannt v. a. Kleinkinder Inkubationszeit: Unbekannt Klinik: Infektallergisch bedingtes typisches Exanthem (Abb. 10) durch verschiedene Viren wie Hepatitis B CMV Coxsackie RSV (Respiratory syncytial virus) Parvovirus B19 HHV-6 Parainfluenza oder postvakzinal ausgelöst persistiert für 2-8 Wochen; selten: generalisierte Lymphadenopathie oder Hepatitis Komplikationen: Hepatitis Enzephalitis anaphylaktoide Purpura Diagnostik: Typische Klinik serologisches Screening Therapie: Symptomatisch DD: Neurodermitis Lichen ruber Arzneimittelexantheme Pityriasis rosea. Scharlach (-hämolisierende Streptokokken der Gruppe A) Epidemiologie: Tröpfcheninfektion der Winter- und Frühjahrsmonate v. a. Kinder zwischen 3 und 10 Jahren Inkubationszeit: 2-5 Tage Klinik: Durch erythrogenes Toxin ausgelöstes Exanthem (Abb. 11) mit Fieber Pharyngitis Tonsillitis hochrote glänzende Papillen auf der Zunge (Erdheer- oder Himbeerzunge) diffuse Rötung des Gesichts mit perioraler Blässe (Facies scarlatinosa) bei rückläufigem Exanthem Auftreten von Desquamation (im Gesicht und am Stamm kleieförmig palmoplantar grob-lamellär) Komplikationen: Bakterielle Infektionen (Otitis media sept. Arthritis Myokarditis); hyperergische Spätfolgen (Rheumatisches Fieber Glomerulonephritis); Septischer Scharlach: hohes Fieber Somnolenz Krämpfe Purpura Kreislaufversagen Reinfektionen möglich (fünf Serotypen des erythrogenen Toxins) Diagnostik: Leukozytose Eosinophilie Untersuchung des Rachenabstrichs (Schnelltest oder Kultur) ASL-(Antistreptolysin)-Titer Therapie: Orale Penizillintherapie (100000 IE/kg/d) in drei Einzeldosen über 10 Tage DD: Kawasaki-Syndrom streptogenes TSS (Toxic Shock Syndrome) infektiöse Mononukleose Exantheme viraler oder medikamenteninduzierter Genese. Streptogenes Toxisches Schocksyndrom (sTSS) (Streptokokken der Gruppe A) Epidemiologie: Selten bei Kindern Tröpfchen-/Schmierinfektion Klinik: Im Gegensatz zum klassischen TSS zu 80% Infektion der tieferen Hautschichten. Initial lokalisierter Schmerz an Extremität gefolgt von kutanen und sytemischen Symptomen: typische Trias von Exanthem Fieber und Schocksymptomatik (bedingt durch massive Zytokinfreisetzung); zudem konjunktivale Injektion akrale Desquamation ... ab


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