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September 2021

Akupunktur im berufspolitischen Umbruch: Werden ärztliche Leistungen noch angemessen honoriert?

Journal/Book: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 41 3 (2000) 148-150. 2000;

Abstract: Dr. med. Antonius Pollmann Über viele Jahrzehnte wurde die Akupunktur in Europa als magisch-mystisches Verfahren aus dem fernen Reich der Mitte mit Zurückhaltung oder gar entschiedener Ablehnung behandelt. Obwohl bereits in den 20er Jahren der erste Versuch Akupunktur wissenschaftlich zu evaluieren im Rahmen einer Habilitation in Angriff genommen wurde liefen bis in die späten Achtziger die Bestrebungen Akupunktur an den Hochschulen zu integrieren überwiegend ins Leere. Fernab von den großen Hörsälen wurde sie seit den 50er Jahren insbesondere durch die DÄGfA im niedergelassenen ärztlichen Bereich verbreitet aber immer noch bis vor wenigen Jahren von der Mehrheit der "Schulmediziner" etwas naserümpfend betrachtet - genau genommen bis zum 1.1.1996 und dem Erscheinen der Ziffern 269 und 269a in der neuen GOÄ. Mittlerweile wird von einer Vielzahl von Gesellschaften Akupunktur gelehrt und verbreitet sie hat - verdient - Einzug in Kliniken und Universitäten gehalten; man diskutiert - endlich! - auch über Qualitätssicherung und es sind sogar schon die ersten Ärztekammerdiplome für Akupunktur verabschiedet worden wie z.B. von den ÄKn Westfalen-Lippe Bremen und Schleswig-Holstein. Hier ist als beispielhaft hervorzuheben das Curriculum der ÄK Westfalen-Lippe das mit großer Sorgfalt und unter Einbeziehung der Fachgesellschaften erstellt wurde. Bis Ende 2001 wird eine Übergangsregelung auf der Basis einer 140-Stunden-Ausbildung bestehen und ab dann eine Ausbildung von 350 Stunden vorausgesetzt. Auf diesem hohen Niveau gelehrt hat die Akupunktur durchaus die Chance über den bloßen Fachkundenachweis hinaus zur Zusatzbezeichnung zu werden mit der man dann auch auf dem Praxisschild werben kann. Die derzeitige Massenausweitung der Akupunktur wurde sicherlich entscheidend begünstigt durch die bis vor kurzem ausgesprochen großzügige Erstattungspraxis der meisten auch der gesetzlichen Krankenkassen die - leider - bis vor kurzem unter weitgehender Vernachlässigung des Aspektes der Qualitätssicherung erfolgte. In der GOÄ mit den beiden Abrechnungsziffern 269 und 269a für Akupunktur in der Schmerztherapie ohnehin vertreten wurden im Rahmen von Modellvorhaben die Kosten für die Akupunkturbehandlung übernommen oder auf Antrag mit 40 - bis 70 - DM pro Behandlung bezuschusst. ... wt


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