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September 2021

NSAR gefährlicher als angenommen; Neue Studie bringt alarmierende Daten zutage

Journal/Book: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 41 4 (2000) 210. 2000;

Abstract: Das Ausmaß der Nebenwirkungen nichtsteroidaler Antirheumatika auf den Magen-Darm-Trakt ist weitaus dramatischer als bisher angenommen. Jährlich sterben in den USA etwa 16.500 Menschen an Magenbluten das durch Acetylsalicylsäure und ähnliche Medikamente verursacht wurde. Damit fordern diese Medikamente mehr Todesfälle als die Immunschwächekrankheit AIDS. Diese Zahlen waren bereits bekannt. Alarmierende Bestätigung erhielten sie nun aus einer Studie die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "Pain" publiziert und in London der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wie die Studie ergab muss von 1220 Schmerzpatienten die mit einem NSAR behandelt werden einer sterben - an den Nebenwirkungen des Mittels! Im Rahmen der Untersuchung hatten Studienleiter Dr. MARTIN R. TRAMÈR Universität Genf und seine Mitarbeiter die Daten von 250.000 Rheuma-Patienten analysiert die in den vergangenen Jahren im Rahmen von 49 Studien Anwendungsbeobachtungen und Fallbeschreibungen mit NSAR behandelt worden waren. Das beunruhigende Ergebnis: Allein in Großbritannien kommt es jährlich zu etwa 2000 Todesfällen die in direktem Zusammenhang mit der Einnahme von NSAR stehen. Ds entspricht einem Todesfall pro 1220 behandelten Patienten. NSAR fordern dreimal soviel Tote wie etwa Gebärmutterhals- oder Hautkrebs. Untermauert werden diese besorgniserregenden Zahlen durch eine aktuelle Erhebung der Rheumaklinik in Wiesbaden. Dr. WOLFGANG BOLTEN Chefarzt der Rheumaklinik und seine Mitarbeiter hatten die Daten von 18177 Patienten aus 61 repräsentativ ausgewählten Hausarztpraxen untersucht. Alle Patienten waren im Zeitraum von 1996 bis einschließlich 1998 mit einem Nicht-Acetylsalicylsäure-NSAR behandelt worden. Die erschreckende Bilanz der Untersuchung: NSAR-induzierte gastrointestinale Perforationen Ulzera und Blutungen verursachen Jahr für Jahr in Deutschland 157.000 Krankenhaustage. Die gesetzlichen Krankenkassen werden mit rund 226 Millionen DM belastet. Noch viel schlimmer: 1100 bis 2200 Todesfälle pro Jahr sind auf Nebenwirkungen der NSAR zurückzuführen. Zum Vergleich: Die Immunschwächekrankheit AIDS fordert in Deutschland jährlich etwa 800 Todesopfer. Unter dem Eindruck dieser besorgniserregenden Meldungen stellt sich einmal mehr die Frage ob das WHO-Stufenschema zur Pharmakotherapie des Schmerzes das bei leichten Schmerzen den Einsatz von NSAR empfiehlt noch "up to date" ist. Nicht umsonst setzen sich renommierte Schmerzexperten wie die Freiburger Wissenschaftlerin Prof. SIGRUN CHRUBASIK dafür ein in Stufe I also bei leichteren Schmerzen zunächst das schmerzstillende Potential nebenwirkungsarmer Phyto-Analgetika auszuschöpfen. ... wt


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