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October 2021

Ernährungsempfehlungen bei rheumatischen Erkrankungen

Journal/Book: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 41 3 (2000) 187-188. 2000;

Abstract: Eine Ernährungsumstellung kann bei manchen rheumatischen Erkrankungen einen Beitrag zu einem positiven Krankheitsverlauf leisten. Zudem wird den Betroffenen das Gefühl der Ohnmächtigkeit genommen wenn sie selbstverantwortlich den Verlauf Ihrer Erkrankung mitbeeinflussen können. Beste Vorraussetzung für einen Erfolg ist zunächst eine Normalisierung des Körpergewichts um einer möglichen Belastung der Gelenke vorzubeugen. Die Grundlage der Ernährung bildet eine vorwiegend vegetarische Kost. Epidemiologische Studien konnten zeigen dass sich entzündliche Prozesse bei einem hohen Verzehr an gesättigten tierischen Fetten verstärken wohingegen sich der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Fisch Pflanzenöl) positiv auf die Krankheit auswirkt. Diese Beobachtung ist erklärbar wenn man sich den biochemischen Wirkansatz betrachtet. Tierische Lebensmittel sind reich an Arachidonsäure einer mehrfach ungesättigten Fettsäure die im Körper über die Enzyme Lipoxygenase und Cyclooxygenase in proinflammatorisch wirksame Eicosanoide umgewandelt wird. Arachidonsäurereich sind Schweineschmalz (1700 mg/100g); Eigelb (297 mg/100g); Leberwurst (230 mg/100g); Schweinefleisch (120 mg/l00g) und Camembert 60% Fett i.Tr. (34 mg/ 100g). Eicosanoide wirken bei Entzündungsvorgängen als Vermittler. Mit einer fleischreichen Kost werden im Durchschnitt 200-400 mg Arachidonsäure mit einer vegetarisch orientierten Kost hingegen nur 50 mg/Tag aufgenommen. Der Bedarf an Arachidonsäure liegt aber unter 0 1 mg/Tag. Aus diesem Grund wird als Ernährungstherapie eine fettmodifizierte Kostform empfohlen d.h. bei einer insgesamt reduzierten Fettaufnahme sollten die gesättigte tierischen Fette möglichst durch ungesättigten pflanzliche Fette ersetzt werden. Um ausreichende Mengen an Calcium aufzunehmen wird der Verzehr fettarmer Milchprodukte empfohlen. Der völlige Verzicht auf Fleisch ist unbegründet. Mit zwei Fleischmahlzeiten kann die Eisenzufuhr ergänzt werden. Dabei werden fettarme arachidonsäurearme Fleischarten empfohlen wie Kalb- und Rindfleisch. Daneben spielt die ausreichende Zufuhr an Antioxidantien eine wichtige Rolle. So können Vitamin E und selenhaltige Gluthation-Peroxidase die Bildung von Lipidperoxiden und die Bildung von Eicosanoiden hemmen. Die ausreichende Dosierung lässt sich noch nicht sicher abschätzen sie liegt wahrscheinlich in dem Bereich von 400-800 mg D-alpha-Tocopherol/Tag. Ein Beispiel für eine natürliche Quelle ist Weizenkeimöl mit 250-350 mg/100ml. Eine erhöhte Selenzufuhr kann über Nüsse Hefeprodukte und Vollkornprodukte gedeckt werden. ... wt


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