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November 2021

Diättherapie bei Leberzirrhose

Journal/Book: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 41 1 (2000) 62. 2000;

Abstract: Das Diätprinzip besteht in einer bedarfsgerechten Ernährung die individuelle Unverträglichkeiten berücksichtigt. Wichtig ist ein striktes Alkoholverbot und eine ausreichende Energiezufuhr mit einem Minimum von 2000 kcal/Tag. Dies lässt sich erreichen mit Zusätzen Von Sojamehl Weizenkeimen Nussmusen und Hefeflocken die unter die Mahlzeiten gemischt werden. Die Eiweißzufuhr sollte bei Patienten mit einer Leberzirrhose ausreichend sein da chronischer Eiweißmangel die Entwicklung der Zirrhose begünstigt. Eine Tagesmenge von 100 g Eiweiß sollte aber nicht überschritten werden um einen Anstieg des Ammoniakspiegels zu vermeiden. Die Eiweißträger sollten eine hohe biologische Wertigkeit haben wie das Eiweiß aus Molke Kartoffel Ei Soja Weizen Milch und Fleisch. Eine fettarme Diät ist im Gegensatz zu früheren Ansichten nicht angezeigt. Da aber bei einer Vielzahl der chronisch Leberkranken die Ausnutzung des Nahrungsfettes gestört ist muss auf Fettlieferanten mit mittelkettigen Fettsäuren ausgewichen werden. Diese sogenannten MCT-Produkte werden als Öl Margarinen und in Form von Brotaufstrichen angeboten. Bei einer dekompensierten Leberzirrhose besteht das Diätprinzip in einer vorübergehenden Eiweißrestriktion und einer Erhöhung der Kohlenhydratzufuhr. Ziel ist es einer Mangelernährung vorzubeugen bzw. bestehende Defizite auszugleichen. Die Eiweißrestriktion sollte in dem Maße erfolgen in dem sich für die Enzephalopathie typische Symptomatik zurückbildet. In der Praxis hat sich eine Reduktion auf etwa 25 g Eiweiß/Tag bewährt. Die Symptomatik bildet sich schneller zurück wenn als Eiweißquelle Milch und Käse anstatt Fleisch gewählt wird. Pflanzliche Eiweißträger wie Getreide Soja Nüsse und Kartoffel werden in der Regel besser toleriert. Dies liegt an dem höheren Gehalt an verzweigtkettigen Aminosäuren und Ballaststoffen die die Bildung und Resorption toxischer Eiweißabbauprodukte im Dickdarm herabsetzen. Um mit einer Eiweißmenge von etwa 25 g/Tag die Zufuhr an essentiellen Aminosäuren zu decken sind Eiweißgemische mit einer Ergänzungswirkung wie Kartoffel-Ei-Eiweiß im Verhältnis 3:2; Weizen-Ei-Eiweiß im Verhältnis 1:2 und Weizen-Milch-Eiweiß im Verhältnis 1:3 zu bevorzugen. Daneben kommen eiweißarme diätetische Lebensmittel wie Brot Gebäck und Teigwaren und reine Stärkeprodukte zum Einsatz. Der Fettanteil der Kost kann bei Bedarf erhöht werden so dass Sahne (hoher Fettanteil wenig Eiweiß) Butter und Öle eingesetzt werden können. ... wt


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