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December 2021

Die Kneipp'sche Hydrotherapie bei Venenerkrankungen von Martina Elisa Brueckheimer

Journal/Book: Heilbad & Kurort 52 10/00 S. 275. 2000;

Abstract: J. Kleinschmidt München In der Behandlung von Venenerkrankungen besteht die Hauptzielsetzung in einer Verbesserung der Hämodynamik. Hierbei spielt der Venentonus eine wichtige Rolle. Durch Kaltexposition der unteren Extremitäten in Form hydrotherapeutischer Reize lässt sich der Venentonus beeinflussen. So stellte z. B. Rudofsky bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz eine solche Wirkung fest: Nach zweimal täglichem Abkühlen der Unterschenkel über mehrere Wochen hinweg ergibt sich eine andauernde Venentonussteigerung. Analog dazu sollte der Nutzen von Kneipp'schen hydrotherapeutischen Anwendungen bei chronischen Venenerkrankungen im Hinblick auf eine Beeinflussung der peripheren Venenfunktion untersucht werden. M. E. Brueckheimer hat hierzu die Aufgabe übernommen Venenpatienten die im Rahmen einer stationären Kur in Bad Wörishofen (auch) hydrotherapeutischen Anwendungen unterzogen wurden in einer Studie zu untersuchen. Messparameter des zu beurteilenden Venentonus waren • die Venenkapazität am Unterschenkel gemessen mit der Venenverschlussplethysmographie sowie • die venöse Ausstromgeschwindigkeit. In die Studie konnten immerhin 662 stationäre Kurpatienten mit chronisch-venöser Insuffizienz eingeschlossen werden. Untersucht wurden die Immediat-Reaktionen auf verschiedene Kaltexpositionen sowie die Reaktionen im Zeitverlauf von dreiwöchigen Applikationen (Kurerfolg). Schon im Akutversuch führten die speziell untersuchten Kneipp'schen Kaltanwendungen • Knieguss • Wassertreten und • Lehmwadenwickel bei den untersuchten Varizenträgern zu einer signifikanten Senkung der Venenkapazität sowie der venösen Ausstromgeschwindigkeit was auf eine wirksame Steigerung des Venentonus hinweist. Auch im Kurverlauf in dem (u. a.) über ca. drei Wochen täglich mehrmals Kneipp'sche hydrotherapeutische Kalt-Applikationen zur Anwendung kamen ergaben sich im Vergleich von Kurbeginn zu Kurende zweifelsfrei Kurerfolge in Form statistisch abgesicherter Verbesserungen des Venentonus. Über das Ausmaß des Hafteffektes eines solchen "Gefäßtrainings" lässt sich zwar mit den vorliegenden Ergebnissen von M. E. Brueckheimer keine Aussage treffen. Die Ergebnisse bestätigen aber dass durch die angewendeten hydrotherapeutischen Verfahren bzw. Abkühlverfahren eine deutliche Erhöhung des peripheren Venentonus zu bewirken ist. Dies gilt nicht nur für einen passageren Immediateffekt sondern auch als Kurerfolg am Ende eines komplexen Kurtherapieprogramms. wt


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