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November 2021

Sind Ionisationsgeräte eine unbedenkliche therapeutische Alternative bei Patienten mit einer Pollinosis? von Sabine Kutter

Journal/Book: Heilbad & Kurort 52 3/00 S. 76-57. 2000;

Abstract: J. Kleinschmidt München Die Anzahl an Patienten mit einem "clinical ecology Syndrome" nimmt ständig zu. Insofern gelten zuweilen auch Allergien bereits als "fashion disease" für die es vielfältige Hilfsangebote zu kaufen gibt. Dabei ist es einfacher Versprechungen in Verkaufsprospekten zu formulieren als diese systematisch zu belegen. Insofern klingt auch ein Ansatz vielversprechend wonach durch künstliche Luftionisation Pollen aufgeladen werden und nachfolgend durch Aggregation an gegensätzlich geladene sonstige Luftpartikel zu größeren Partikelkomplexen werden die beschleunigt sedimentieren. Das erwartete Ergebnis ist dann eine pollenbereinigte Atemluft bzw. weniger Pollenbeschwerden bei Allergikern. Unabhängig von weitergehenden physikakalisch-technischen Fragen etwa zum vermuteten Mechanismus der Selektivität der Ladungsaufnahme durch Pollen im Gegensatz zu anderen Aerosolbestandteilen hat S. Kutter direkt das Ergebnis getestet indem sie von (zahlenmäßig nicht weiter fixierten) Interessenten an der Vergleichsstudie die sich nach einem Rundfunkaufruf gemeldet hatten 78 Personen näher untersuchte und letztlich 62 Kinder und Erwachsene randomisiert drei Therapiegruppen zuteilte: 1. Verumgruppe (n = 25) mit funktionierendem Ionisationsgerät (Größenordnung: 4.5 * 106 Ionen/cm3); 2. Placebogruppe (n = 19) mit funktionsuntüchtigen ansonsten aber funktionierend erscheinenden baugleichen Geräten. Die Apparate wurden hierbei - an einer Metallkette um den Hals hängend - von den Patienten getragen wenn sie (im Durchschnitt an 49 Tagen) allergische Beschwerden verspürten. 3. Vergleichsgruppe (n = 18) mit üblicher Medikation ohne Ionisationsgerät. Innerhalb von drei Monaten wurden sodann in einem ausgefeilten Versuchsdesign eine Reihe von subjektiven Beschwerdeangaben der Medikamentenverbrauch und die Reaktion auf immunologische Tests (Prick/Mast) dokumentiert. Alle zwei bis vier Wochen fanden dazu Kontrolltermine statt. Die Auswertung erfolgte einmal für den gesamten Beobachtungszeitraum und zum anderen für Zeiträume mit besonders hohem Pollenflug. Erwähnenswert ist dass die Patienten der Kontrollgruppe an 84 % der Versuchstage Medikamente einnahmen in den Instrumentengruppen hingegen nur an 64 % (Verumgruppe) bzw. 68 % (Placebogruppe). Allerdings erwiesen sich diese und andere Unterschiede zwischen Verum- und Placebogruppe etwa hinsichtlich der Einschätzung der Latenzzeit d. h. der subjektiven Angabe wie schnell sich nach Einschalten des Gerätes die Beschwerden verbessert hätten wie auch bei den anderen abgefragten oder befundenen Parametern als nicht signifikant. Insofern ergaben sich - zumindest innerhalb der hier untersuchten Patientengruppen - zwar keine statistisch gesicherten Wirkungen aber auch keine bedenklichen Nebenwirkungen. wt


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