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October 2021

Gefahr für Mutter und Kind Hochdruck während der Schwangerschaft Teil 1 von zwei Folgen

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 20/ 2000; S. 437/ 45 - 438/ 46; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Priv.-Doz. Dr. med. Volker Homuth Franz-Volhard-Klinik am May-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin Charité Humboldt-Universität zu Berlin Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen der Müttersterblichkeit und der perinatalen Mortalität. Sie treten bei 8-10% aller Schwangeren auf. Es lassen sich verschiedene Hochdruckformen unterscheiden (siehe Tab. 1). Eine krankhafte Blutdrucksteigerung in der Schwangerschaft liegt vor wenn mehrfach ein systolischer Druck von 140 mmHg erreicht oder überschritten wird ein diastolischer Druck von 90 mmHg erreicht oder überschritten wird unabhängig von der Blutdruckhöhe ein Anstieg des systolischen Drucks um 30 mmHg oder mehr und/oder des diastolischen Drucks um 15 mmHg oder mehr im Vergleich zu den Werten in der ersten Schwangerschaftshälfte gemessen wird. Aufgrund einer engeren Korrelation der Höhe des diastolischen Drucks zu mütterlichen und perinatalen Komplikationen berücksichtigt die Definition der International Society for the Study of Hypertension in Pregnancy (ISSHP) nur den diastolischen Druck (> 90 mmHg) und verzichtet auf eine Bewertung systolischer und relativer Druckanstiege während der Schwangerschaft. Als signifikante (pathologische) Proteinurie gilt in der Schwangerschaft eine Eiweißausscheidung von > 0 3 g/I im 24-h-Urin. Von schwangerschaftsbedingter Hypertonie und/oder Proteinurie sprechen wir dann wenn diese erstmals nach der 20. Schwangerschaftswoche auftreten. Bei einer Hypertonie oder Proteinurie vor der 20. Schwangerschaftswoche handelt es sich in der Regel um eine chronische Hypertonie oder primäre Nierenerkrankung. Die korrekte Klassifikation hypertensiver Erkrankungen in der Schwangerschaft ist prognostisch richtungweisend zumal die leichte ("milde") chronische Hypertonie im Vergleich zur Präeklampsie und Pfropfgestose keine erhöhte Gefährdung für Mutter und Kind bedeutet. Messung und Bewertung (1) Der Blutdruck ist unter standardisierten Bedingungen im Sitzen zu messen (im Liegen kann der Blutdruck niedriger sein z. B. Kava-Kompressionssyndrom bei Rückenlage). Der diastolische Wert wird beim Aufhören der Korotkoff-Geräusche (Phase V) bestimmt. Die physiologische Hyperzirkulation in der Schwangerschaft führt dazu dass bei ca. 15% ein so genanntes Nullphänomen erfasst werden kann d. h. die Korotkoff-Töne bis zum Wert 0 mmHg zu hören sind. In diesen Fällen sollte die Korotkoff-Phase IV (Leiserwerden der Töne) und V dokumentiert werden. (2) Die physiologische Hyperzirkulation ... ab


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