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October 2021

Langzeitprognose der juvenilen idiopathischen Arthritiden

Journal/Book: Z Rheumatol 1999; 58 Suppl. 1: I/20 (S 47). 1999;

Abstract: E. Weißbarth-Riedel; Kinderrheumatologische Ambulanz Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin Universitätskrankenhaus Eppendorf Hamburg Bezüglich der Langzeitprognose der juvenilen idiopathischen Arthritiden (JIA) bestehen unterschiedliche Angaben je nachdem welche Kriterien man zugrunde legt. Ältere Langzeitstudien rekrutieren überwiegend Patienten aus Spezialkliniken und beziehen sich auf funktionelle Kriterien und Krankheitsaktvitätszeichen. Hier finden sich in Beobachtungszeiträumen von 10-25 Jahren bei 30-55 % der Patienten Hinweise für eine noch aktive Erkrankung sowie entsprechende funktionelle Einschränkungen bei der Mehrzahl der Patienten. Auch Kohortenstudien basierend auf der Inzidenzrate der Gesamtpopulation zeigen daß beim Eintritt in das Erwachsenenalter noch 30-40 % der JIA-Patienten nicht in Remission sind. Legt man die Subtypen der JIA zugrunde findet man die höchste Remissionsrate bei Patienten mit oligoartikulärer JIA wohingegen die polyartikulärbetroffenen Patienten die niedrigste Remissionsrate erreichen. Jüngere Untersuchungen konnten keine signifikante Verbesserung der Prognose zeigen und deuten eher auf eine zunehmende Beeinträchtigung in Abhängigkeit von der Krankheitsdauer hin. Diese Studien berücksichtigen neben funktionellen Beeinträchtigungen und Krankheitsaktivitätszeichen auch die subjektive Lebensqualität des Patienten sowie soziale Aspekte. Es bestehen Einschränkungen des Selbstwertgefühls Depressionen und Partnerschaftsprobleme. Sexuelle Probleme finden sich vor allem bei jungen Männern. Obwohl die Fertilität bei weiblichen JIA-Patienten nicht beeinträchtigt ist findet sich eine hohe Spontanabortrate. Hinsichtlich Ausbildungsniveau finden sich keine Unterschiede gegenüber einem gesunden Vergleichskollektiv. Die Beschäftigungsrate ist jedoch deutlich niedriger unabhängig vom Grad der Behinderung. Auf Grund der vorliegenden Untersuchungen kann die JIA für mehr als 30 % der Patienten nicht mehr als "benigne" Erkrankung eingestuft werden. Unsere Behandlungsziele sollten daher neben medizinischen Maßnahmen zur Funktionserhaltung auch eine Unterstützung der Patienten im Hinblick auf Ausbildung Berufsfindung sowie eine psychosoziale Betreuung besonders in der Adoleszens beinhalten. le


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