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November 2021

Ruhe-Angina als Alarmsymptom Fortschritte bei der Behandlung akuter Koronarsyndrome

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 28 - 29/ 1999; S. 35/ 429 - 37/ 430; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Stiefelhagen Peter; Hachenburg Um bei Patienten mit instabiler Angina pectoris den drohenden Myokardinfarkt abzuwenden muß konsequent antithrombotisch therapiert werden. Neben den konventionellen medikamentösen und interventionellen Strategien haben sich hier die neu eingeführten Thrombozytenrezeptorenblocker als effektiv erwiesen. Über Herzschmerzen klagt ein 58jähriger übergewichtiger Hypertoniker. Anfänglich seien die Beschwerden nur bei körperlicher Belastung aufgetreten in den letzten Tagen jedoch auch in Ruhe. In der vorausgegangenen Nacht habe eine solche Schmerzattacke ca. eine halbe Stunde angehalten. Daraufhin erfolgt die notfallmäßige stationäre Einweisung unter der Verdachtsdiagnose Präinfarktsyndrom. Aufnahmebefund: Übergewichtiger Patient in gutem AZ Haut und sichtbare Schleimhäute gut durchblutet keine kardiopulmonalen Dekompensationszeichen in Ruhe. Herzaktion regelmäßig Herztöne rein. RR 200/ 110 mmHg Puls 70/min. Abdomen weich periphere Pulse seitengleich gut tastbar. Labor: Blutbild Leberwerte Elektrolyte Nierenretentionswerte und Herzenzyme (CK LDH) im Normbereich. Auch bei späteren Kontrollen kein Anstieg der infarkttypischen Enzyme. Troponin-T-Test positiv. EKG: Normfrequenter regelmäßiger Sinusrhythmus bei Linkstyp. Zeichen der Linksherzhypertrophie. Linkspräkordial terminale T-Negativierungen. Farbdoppler-Echokardiographie: Soweit beurteilbar grenzwertig verdickter normalgroßer linker Ventrikel ohne Nachweis von regionalen Wandbewegungsstörungen. Diagnose: Akutes Koronarsyndrom im Sinne einer instabilen Angina pectoris. Therapie: Der Patient wird notfallmäßig auf die Intensivstation aufgenommen und überwacht. Gleichzeitig wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Thrombozytenaggregationshemmer: 500 mg Aspisol(r) i. v.; niedermolekulares Heparin: 2 x 80 mg Enoxaparin (Clexane(r)) s. c.; Nitrat: 4 mg Isoket(r) pro Std. i. v.; Thrombozytenrezeptorenblocker: Tirofiban (Aggrastat(r): 0 4 µg (kg/min über 30 min anschließend 0 1 µg kg/min über 48 Std.); Betablocker: 1 Tablette Beloc-Zok(r). Unter dieser Medikation bleibt der Patient beschwerdefrei. Erneute Stenokardien treten nicht auf. Entsprechende Labor- und EKG-Kontrollen zeigen keinerlei Hinweis für ein transmurales Infarktgeschehen. Die anfänglichen linkspräkordial lokalisierten T-Negativierungen bilden sich am dritten Tag vollständig zurück. Bereits am zweiten Tag kann die Nitrattherapie auf eine orale Medikation (Corangin(r) 40 retard) umgestellt werden. Auch die Mobilisation wird beschwerdefrei toleriert. Verlauf: Am vierten Tag wird unter Medikamentenpause eine Ergometrie durchgeführt. ... ab


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