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June 2022

Gangrän ist kein (Diabetiker-)Schicksal Gegen Pfusch am Fuß

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 10 S.. 1999;

Abstract: Kompliment an die niedergelassenen Kollegen: Sie überweisen bei den komplexen Wundheilungsstörungen die das diabetische Fußsyndrom mit sich bringt heute häufiger als früher gezielt an Spezialisten. Zigtausend Fußamputationen können durch fachgerechte interdisziplinäre Intervention vermieden werden betont unser Diabetes-Experte Prof. Dr. E. Chantelau Düsseldorf in diesem Report. Er gibt Tips für das Patienten-Screening und die korrekte Wundversorgung durch den Hausarzt. Außerdem warnt er vor Quacksalbereien die zu schwerwiegenden Problemen führen können. Die Hausärzte haben beim diabetischen Fußsyndrom eine wichtige für das weitere Schicksal der Patienten entscheidende Funktion. Daß heute in der Regel früher an Wund- oder Fußambulanzen oder spezialisierte Praxen überwiesen wird beurteilt E. Chantelau Leiter der Diabetes-Fußambulanz der Universitätsklinik Düsseldorf sehr positiv: "Es kommt nur noch selten vor daß Patienten ohne die Diagnose 'diabetischer Fuß' in der Ambulanz erscheinen - das Krankheitsbild ist beim Niedergelassenen offenbar doch bekannter geworden." Inadäquate Therapie oft durch Verschulden der Patienten. Werden die Patienten insgesamt zu spät überwiesen? "Wir sehen häufig fortgeschrittene Infektionen oder gangränöse Zustände die viel zu lange inadäquat behandelt wurden. Aber das ist noch nicht einmal Schuld des Hausarztes meint Chantelau. Es sei eher der Patient, der zu spät ärztliche Hilfe sucht. Früher war es tatsächlich so daß lange nur Mercuchrom oder ähnliches draufgepinselt wurde und der Patient sich von selber hierher gerettet hat. Jetzt ist es eher so daß die Hausärzte zügig überweisen und eher die Patienten für gefährlich lange Verzögerung der Behandlung verantwortlich sind." Oft handelt es sich in diesen Fällen um Menschen die sich selber total vernachlässigen oder einfach völlig uninformiert sind. Werden die Patienten langfristig in Fußambulanzen betreut sind sie voll informiert erklärt der Diabetologe. "Bei denen kommen solche Verschleppungen der Zustände nicht vor. Die stellen sich bei der ersten Kleinigkeit sofort hier vor und dann können Maßnahmen eingeleitet werden die vor allem in der Schonung des Fußes bestehen." Nach 4 bis 5 Tagen Schonung beruhige sich die Zone in der Regel so daß schlimme Infektionen und Gewebsuntergänge gar nicht stattfinden. ... ___MH


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