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December 2021

Nachweis von Borrelia afzelii-DNA mittels PCR in Synovialflüssigkeit und Serum einer Patientin mit undifferenzierter Spondarthritis

Journal/Book: Z Rheumatol 1999; 58 Suppl. 1: I/51 (P 50). 1999;

Abstract: Abt. Rheumatologie Medizinische Hochschule Hannover Kasuistik: 1994 stellte sich eine damals 34jährige Patientin mit dem klinischen Bild einer Monarthritis des rechten Kniegelenkes vor. Anamnestisch bestanden keine Infektanamnese keine Zeckenstiche oder Hautveränderungen im Sinne eines Erythema migrans. Die humoralen Entzündungszeichen waren erhöht (BKS 35/65 mm CRP 1 99 mg/dl) der Gelenkerguß ausgeprägt entzündlich (22.800 Leuko./µl). Das Merkmal HLA-B27 konnte nachgewiesen werden. Urogenital wurden keine Chlamydien oder Mykoplasmen gefunden. Die Borrelien-Serologie war negativ. Die Untersuchung der Synovialflüssigkeit mittels PCR ergab in zwei unabhängigen Tests den Nachweis von Borrelien-DNA. Auch durch Untersuchung von Serum konnte Borrelien-DNA nachgewiesen werden. Es kam hierbei eine für Synovialflüssigkeit optimierte PCR zum Einsatz die alle drei Borrelien Stämme detektieren kann. Die Sequenzierung des Amplifikates ergab B. afzelii. Die beschriebene Patientin wurde bis 1999 betreut. Im Verlauf kam es zum arthritischen Befall beider Kniegelenke beider Handgelenke und einzelner Fingergelenke (PIP). Die Veränderungen an den Händen sind radiologisch erosiv. Die Borrelien-Serologie ist weiterhin negativ. Bei intermittierendem Kreuzschmerz vom entzündlichen Typ wurde 1998 radiologisch eine Sakroiliitis rechts Grad II nachgewiesen. Im Verlauf ist es zu zwei Episoden einer Iridocyclitis gekommen. Die Erkrankung ist aktuell als undifferenzierte Spondarthritis mit erosiver peripherer Gelenkbeteiligung klassifiziert. Schlußfolgerung: Borrelien DNA kann mittels PCR reproduzierbar auch vereinzelt bei Patienten mit definierten anderen rheumatischen Erkrankungen ohne anamnestische klinische oder serologische Hinweise auf eine Borrelien-Infektion gefunden werden. Ob es sich hierbei um klinisch inapparente Infektionen handelt und Erregerbestandteile nach Phagozytose durch Makrophagen in das Gelenk gelangen oder ob diese Befunde pathogenetisch relevant sind ist bisher nicht bekannt. le


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