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October 2021

Der "verstauchte Knöchel" Teil 3 der Serie Chirurgie in der Allgemeinpraxis

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 30/ 1999; S. 38/ 454 - 40/ 456; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Schnur Stefan; München Akute Verletzungen des oberen Sprunggelenks (OSG = Talo-krural-Gelenk) können durch indirekte Gewalteinwirkung (z. B. bei Ballsportarten) - typischerweise ein Supinations- Adduktionstrauma - oder einen spontanen Unfall (z. B. Vertreten auf unebenem Boden) verursacht werden. Im medizinischen Jargon werden alle damit verbundenen Verletzungsfolgen häufig unter dem Begriff des "verstauchten Knöchels" zusammengefaßt. Hinter dieser vorläufigen Bezeichnung die keiner exakten Diagnose entspricht können sich Verletzungen verschiedener Gewebestrukturen und Schweregrade verbergen: - Kapsel-Band-Läsionen - Frakturen - Luxationen Klinik Die häufigste Traumafolge am OSG ist die fibulare Kapsel-Band-Ruptur die als partielle komplette intraligamentäre ansatznahe Läsion oder als knöcherner Ausriß vorkommen kann ("Außenbandruptur"). Nach morphologischen Kriterien werden eine Distorsion (= ohne Kontinuitätsunterbrechung des Bandes) eine Einbandruptur des Ligamentum talofibulare anterius eine Zweibandruptur (Lig. talofibulare anterius und Lig. calcaneofibulare) und eine Dreibandruptur (Lig. talofibulare anterius Lig. calcaneofibulare Lig. talofibulare posterius) unterschieden. Die Einteilung des Schweregrades kann nach den in Tabelle 1 beschriebenen Gesichtspunkten vorgenommen werden. Sie beruht auf folgenden klinischen Befunden: ? Innerhalb von zwei Stunden nach dem Trauma rasch auftretende "eiförmige" Schwellung über dem Außenknöchel (Mackenzie-Zeichen) ? Druckempfindlichkeit über den Malleolen und im Verlauf der Zügel des lateralen Bandapparates ? unterschiedlich starke schmerzbedingte Funktionsbeeinträchtigung. Ein streifenförmiges Hämatom am Fußaußenrand etwa 24 Stunden nach dem Trauma spricht für eine komplette Bandruptur ("Absinkhämatom"). Massive Schwellung Unterblutung und ein bimalleolärer Kompressionsschmerz sind immer verdächtig auf eine distale Fibulafraktur* bzw. eine bi- oder trimalleoläre" Luxationsfraktur des OSG. Bei der Palpation sind folgende anatomischen Bezugspunkte (Abb. 1-3) genau zu lokalisieren und zu untersuchen: - Innen- und Außenknöchel - Gesamte Länge der Fibula (Cave: Maison-neuve-Fraktur = hohe Fibulafraktur Typ Weber C mit Sprengung der Knöchelgabel) - Außenbandapparat - Lig. talocalcaneum laterale und interosseum - Basis des Os metatarsale V (Cave: Abrißfraktur Basis metatarsale V mit Dislokation durch Zug des M. peronaeus brevis) - Vordere und hintere tibiofibulare Syndesmose (Tubercule de Chaput = vorderes tibiales Kantendreieck Volkmannsches Dreieck = hinteres tibiales Kantendreieck) - Os naviculare (Cave: knöcherner Bandausriß des Lig. talonaviculare) - Calcaneo-Cuboid-Gelenk (Cave: knöcherner Bandausriß eines oder aller drei Ligg. calcaneocuboidea dorsalia) ... ab


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