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December 2021

Wenn Jugendliche suizidal werden NuII Bock auf Leben

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 14; S. 12. 1999;

Abstract: Dritthäufigste Todesursache bei Jugendlichen ist - nach Verkehrsunfällen und Malignomen - der Selbstmord. Oft steckt eine Depression dahinter nicht selten überdeckt von psychischen Auffälligkeiten wie Angsterkrankung Eßstörung oder Drogenabusus. Auf welche Warnzeichen man achten sollte wie Sie gegensteuern und auch Alkoholabhängigkeit vorbeugen können beschreibt der Report. Suizidversuche Jugendlicher werden in 70 bis 80% der Fälle vorher in irgendeiner Weise angedroht. 10 bis 15% derjenigen die bereits einen Selbstmordversuch hinter sich haben werden sich später selbst töten so Eberhard Schulz Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Freiburg. Differentialdiagnostisch muß suizidales von chronisch selbstverletzendem Verhalten wie Ritzen und Schneiden abgegrenzt werden das nicht auf eine Beendigung des eigenen Lebens zielt. Autoaggressive Handlungen findet man als habituelle Verhaltensweisen bei Jugendlichen mit Störungen des Sozialverhaltens und instabilen Persönlichkeitsstrukturen. Dagegen ist "echte" Suizidalität eher mit depressiven Störungen verknüpft; diese kommen bei Kindern und Jugendlichen öfter vor als gemeinhin angenommen: Bis zu 8% der Jugendlichen leiden daran Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren doppelt so häufig wie Jungen. Dagegen sind vollendete Suizide beim männlichen Geschlecht drei- bis viermal häufiger (s. Kasten). Die Symptomatik depressiver Zustandsbilder bei Jugendlichen ist vielgestaltig betonte Schulz. Auf emotionaler Ebene dominiert die traurige Grundstimmung mit ausgeprägter Antriebshemmung Interessenverlust Angst und Schuldgefühlen. Typisch sind Grübelsucht Stimmungsschwankungen das Gefühl der Hilf- und Machtlosigkeit und eine negative Zukunftserwartung. Körperliche Symptome äußern sich als Schlaf- Appetit- und Gewichtsregulationstörungen. Die begleitenden Leistungsstörungen und der soziale Rückzug führen bei wiederholten depressiven Episoden zu anhaltenden psychosozialen Defiziten. Auch an Cannabis denken. Als Sonderform der depressiven Episode hob Schulz die Cannabis-induzierte Psychose hervor - ein Krankheitsbild das der Experte "jede Woche" sieht: Die Jugendlichen lassen sich hängen schwänzen die Schule haben chronisch schlechte Laune sind zu nichts zu motivieren und rauchen immer mehr.... ab


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