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November 2021

Neue Empfehlungen der Hochdruckliga Maßgeschneiderte Therapie für das kranke Herz

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 7 S. 18-19. 1999;

Abstract: Auszüge aus: "Hochdruck und Herz" - Empfehlungen der Hochdruckliga. 1 Auflage 1998. Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes e.V. Deutsche Hypertonie-Gesellschaft Postfach 10 20 40 69010 Heidelberg. Die Hochdruckliga hat der hypertensiven Kardiomyopathie besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nachfolgend lesen Sie was bei unterschiedlichen kardialen Begleiterkrankung in der Hochdrucktherapie berücksichtigt werden sollte. Hauptziel der antihypertensiven Therapie aus kardialer Sicht ist die Prävention der myokardialen und koronarvaskulären Komplikationen die zur Myokardischämie und zur diastolischen und systolischen Dysfunktion des linken Ventrikels führen. Koronare Herzkrankheit (KHK). Beim Hochdruckkranken mit KHK ist ebenso wie beim Hochdruckkranken ohne KHK eine Blutdrucknormalisierung anzustreben d.h. unter Ruhebedingungen sollte der Blutdruck zuverlässig systolisch unter 140 mmHg und diastolisch unter 90 mmHg liegen. Zusätzlich sind weitere Risikofaktoren der KHK nach Möglichkeit zu eliminieren. Bei koronarkranken Hypertonikern gelten dieselben kardiologischen Behandlungs-Richtlinien in der Sekundärprophylaxe des Myokardinfarktes wie bei Normotonikern. Auswahl der Antihypertensiva bei KHK: Von den im Therapieschema (siehe "Empfehlungen zur Hochdruckbehandlung" 14. Auflage Stand November 1998) für die Monotherapie empfohlenen Substanzgruppen (Betablocker Diuretika Kalziumantagonisten ACE-Hemmer Alpha-1-Blocker) wurde bisher für Betablocker und Diuretika in mehr als zehn für Kalziumantagonisten (Nitrendipin) nur in einer Interventionsstudie eine Senkung der kardiovaskulären Mortalität nachgewiesen. Für ACE-Hemmer und Alpha-1-Blocker liegen bisher keine entsprechenden Ergebnisse aus Hypertoniestudien vor. Bei den Kalziumantagonisten müssen für eine differenzierte Verordnung Untergruppen (Dihydropyridine Benzothiazepine Phenylalkylamine) unterschieden werden. Hypertrophie-Regression. Aufgrund von Metaanalysen sind ACE-Hemmer Kalziumantagonisten und Betablocker hinsichtlich einer Hypertrophie-Regression besonders zu empfehlen; neuere Studien zeigten auch eine Rückbildung der Herzhypertrophie mit Anglotensin-II-Rezeptorantagonisten und Diuretika. Bislang ist nicht nachgewiesen ob diese Wirkung - über die Blutdrucksenkung hinaus - die Prognose verbessert. Vergleichende prospektive Doppelblind-Studien die quantitativ den Einfluß der verschiedenen antihypertensiven Substanzen auf eine Hypertrophie-Regression bewerten stehen bisher aus. Daher kann derzeit eine verbindliche endpunktbezogene Empfehlung zur Auswahl eines Antihypertensivums bei der hypertensiv bedingten Linksherzhypertrophie nicht gegeben werden. Herzinsuffizienz. Große multizentrische Studien zeigten daß ACE-Hemmstoffe zusätzlich zu einer Therapie mit einem Diuretikum und Digitalisglykosid die Mortalität von Patienten mit Herzinsuffizienz senken. ... ___MH


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