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December 2021

Hochdruck und Herzrhythmusstörungen Betablocker helfen häufig aber nicht immer

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 51-52/ 1999; S. 35/ 913 - 36/ 914; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Prof. Dr. med. Wolfgang Motz Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums Mecklenburg-Vorpommern Klinikum Karlsburg Hochdruckherzen sind anfällig für Rhythmusstörungen. Bei der Therapie gelten hier einige Besonderheiten. So sollte man nicht gleich zum Antiarrhythmikum greifen denn oft löst sich das Problem von allein wenn der Hochdruck wieder unter Kontrolle ist. Bei Vorhofflimmern wird die Antikoagulation mit einer Ziel-INR von 2 5 empfohlen aber nur dann wenn der Druck optimal kontrolliert ist! Extrasystolen auch komplexerer Art bedürfen keiner Therapie. Bei ventrikulären Störungen schützt ein Betablocker vor dem plötzlichen Herztod. Supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen Unter einer länger bestehenden arteriellen Hypertonie entwickelt sich regelmäßig eine Hypertrophie des linken Ventrikels die mit Compliance-Störungen einhergeht. Wegen des hohen linksventrikulären Füllungsdrucks als Folge der Compliance-Störung kommt es zu einer Erhöhung des Drucks im linken Vorhof der darunter dilatiert. Eine häufige Folge davon sind supraventrikuläre Herzrhythmusstörungen. Diese reichen von harmlosen supraventrikulären Extrasystolen die vom Patienten häufig gar nicht bemerkt werden bis zu subjektiv störenden supraventrikulären Tachykardien. lnsbesondere präsentieren Hochdruckkranke oft Vorhofflimmern. Vorhofflimmern bei Bluthochdruck stellt allerdings ein hohes Embolierisiko dar. Aus diesem Grunde ist eine Antikoagulation mit Phenprocoumon (Marcumar(r) Falithrom(r)) mit einer Ziel-INR von 2 5 indiziert. Unter dieser Antikoagulation ist die Blutdruck-Normalisierung jedoch streng mittels 24-h-Blutdruck-Langzeitmessung zu überwachen. Gelingt es mit der antihypertensiven Therapie nicht den Blutdruck sicher zu führen und sind Hochdruckkrisen nicht auszuschließen dann ist von der im Prinzip indizierten Antikoagulation abzusehen. Die supraventrikuläre Extrasystolie ist keine Indikation für eine spezifische medikamentöse Therapie. Supraventrikuläre Tachykardien lassen sich meist durch eine Betablocker-Therapie günstig beeinflussen. Für therapierefraktäre Fälle bietet sich die Katheterablation an. Ventrikuläre Herzrhythmusstörungen Ventrikuläre Extrasystolen bestehen häufig bei Hypertonikern mit Linksherzhypertrophie. Ihre Zahl und Komplexität nimmt dabei parallel mit dem Ausmaß der Linksherzhypertrophie zu. Das Risiko für den plötzlichen Herztod ist bei Hypertonikern ganz generell erhöht. Er tritt bei Hypertonikern ohne zusätzliche Herzerkrankungen zumeist als Folge eines primären Kammerflimmerns ein. Die auslösende Ursache dafür ist in erster Linie die bei der Hypertonie erhöhte Wandspannung und eine zusätzlich bestehende Mikrozirkulationsstörung mit vorwiegend endokardialer Ischämie. ... ab


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