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November 2021

Alkoholismustherapie - eine Crux auch für den Arzt Anregungen für das Praxisteam

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 33/ 1999; S. 35/ 489 - 36/ 490; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. Bucklitsch Margret; Lauenbrück Für Menschen mit Alkoholproblemen ist der Hausarzt oft der erste Ansprechpartner. Zu dessen wichtigsten Aufgaben gehören die Alkoholprävention sowie die Aufmerksamkeit für Patienten im Frühstadium einer Abhängigkeit. Gerade bei Patienten mit unspezifischen Präsentiersymptomen besteht immer die Gefahr daß die eigentliche Ursache dieser Beschwerden der Alkohol zunächst nicht richtig gedeutet wird. Genannt werden z. B. Nervosität depressive Stimmung abnehmende Belastbarkeit Müdigkeit Schweißausbrüche Magenschmerzen Appetitlosigkeit Würgereiz Schwindel oder Schlafstörungen. Ziemlich offensichtlich wird ein AIkoholproblem wenn Patienten mit einem Foetor alcoholicus die Praxis betreten oder der Führerschein mehrfach eingezogen wurde. Auch Verkehrsunfälle oder Arbeitsunfälle unter Alkoholeinfluß sind nicht selten. Dagegen sind notfallmedizinische Situationen wie Alkoholentzugskrämpfe und Ösophagusvarizenblutungen in der Praxis eher die Ausnahme. Das traurige Schlußlicht bilden die Patienten die mit fortgeschrittenen hirnorganischen Psychosyndromen den Rest ihres Lebens in Pflegeheimen fristen müssen. Welche Ärzte können diesen Praxisbereich verstärkt ausbauen? Weil die deutsche Bevölkerung ja Weltspitze ist was den Alkoholkonsum angeht betrifft dieses Problem (vor allem die Suchtprävention) jeden Hausarzt. Sonographisch versierte Ärzte können Verdacht schöpfen wenn sie mal wieder über eine "Fettleber" stolpern. Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie können mittels gezielter Interventionstechniken wirksam helfen. Auch haben Alkoholkranke häufig Probleme wie Angststörungen oder depressive Syndrome. Bevor man diesen Praxisbereich aber "besonders ausbaut" sollte man als Arzt in sich gehen ob man das auch wirklich leisten kann und will. Einerseits kann bei Alkoholkranken mit Rückfällen die Therapie sehr frustrierend sein. Andererseits kann der Schriftverkehr (Rehamaßnahmen MdK-Anfragen Frühberentungen etc.) enorm viel Zeit in Anspruch nehmen. Welche Aktivitäten sind erforderlich? Im ambulanten Bereich wächst der Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit meist langsam aus fremdanamnestischen Hinweisen (auch von seiten der Arzthelferinnen) aus Verhaltensänderungen Laborwerten Sonographie- oder Röntgenbefunden etc. Die Anamnese sollte rücksichtsvoll und ohne wertenden Unterton durchgeführt werden. An Laborwerten wichtig sind die Blutalkoholbestimmung y-GT MCV Harnsäure CDT Triglyceride und BZ. Regelmäßige Kontrollen der Laborparameter dienen zur Abstinenzkontrolle und als Rückmeldung für den Patienten mit entsprechendem Motivationsschub. ... ab


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