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October 2021

Antibiotikatherapie bei bronchialen Infekten Folge 1: Ambulant erworbene und nosokomiale Pneumonien

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 49 - 50/ 1999; S. 48/ 900 - 50/ 902; (141 Jg.). 1999;

Abstract: Dr. med. M. Buchenroth Leiter des pneumologischen Schwerpunktes Medizinische Klinik Luisenhospital Aachen Pneumonie Unter einer Pneumonie versteht man eine entzündliche Erkrankung des Lungenparenchyms. Eine Einteilung in ambulant erworbene und nosokomiale Pneumonie aufgrund epidemiologischer und klinischer Kriterien hat sich bewährt. Die früher gebräuchliche Unterscheidung in typische und atypische Pneumonie sollte verlassen werden da sich die Zuordnung klinischer Symptome und Befunde zu Erregergruppen in neueren Studien statistisch nicht mehr nachweisen läßt. Ambulant erworbene Pneumonie Eine ambulant erworbene Pneumonie bezeichnet eine im natürlichen (häuslichen) Lebensraum erworbene Pneumonie einschließlich der ersten 48 Stunden eines Krankenhausaufenthaltes. Die Wahl des Antibiotikums muß sich nach Kriterien wie Schweregrad der Infektion Alter Morbidität und Risikofaktoren richten. Bewährt hat sich eine Einteilung in leichte Pneumonien Patienten mit erhöhtem Risiko und schwere Verlaufsformen (Deutsche Gesellschaft für Pneumologie) die der Einteilung der American Thoracic Society (ATS) in vier Risikogruppen ähneln. Aufgrund des vermuteten Keimspektrums werden Empfehlungen zur kalkulierten Antibiotikatherapie ausgesprochen. Bei einem ambulant behandelten Patienten darf auf keinen Fall eine Überprüfung des Ansprechens auf die antibiotische Therapie nach 48 bis 72 Stunden versäumt werden. Bei Therapieversagern muß nach den verschiedenen Gründen für ein fehlendes Ansprechen auf die kalkulierte Antibiotikatherapie gesucht werden z. B. resistenter Keim Antibiotikum unterdosiert Pneumonie Folge einer Bronchusstenose (z. B. stenosierendes Bronchialkarzinom) Komplikation eingetreten (z. B. Empyem Abszeß) ungewöhnlicher Keim (z. B. Mycobacterium tuberculosis Pilze) nichtinfektiöse Genese (z. B. fibrosierende Alveolitis bronchoalveoläres Karzinom). Nosokomiale Pneumonie Unter einer nosokomialen Pneumonie versteht man eine im Krankenhaus erworbene Pneumonie. Bei den nosokomialen Pneumonien sollte wenn möglich eine Erregerdiagnostik erfolgen. Die Einleitung einer Therapie orientiert sich jedoch auch hier an der kalkulierten Antibiotikatherapie. Die therapeutischen Empfehlungen basieren auf einem Statement der American Thoracic Society [2] und beruhen auf der Bewertung - des Schweregrades der Pneumonie: leicht bis mittelschwer/schwer - von Begleiterkrankungen/individuellen Risikofaktoren: nicht vorhanden/ vorhanden - des Zeitpunkts der Manifestation nach Aufnahme bzw. Intubation: 5 Tage/> 5 Tage Die antibiotische Therapie sollte nach Erhalt eines differenzierten mikrobiologischen Befundes einschließlich einer Resistenzbestimmung adäquat angepaßt werden. ... ab


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