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October 2021

Was ist dran an Chemikaliensyndromen? Nur aus der Luft gegriffen ?

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 15; S. 14 - 16. 1999;

Abstract: Tagung "Chemikalien-Syndrome - Fiktion oder Wirklichkeit?"; Deutsches Herzzentrum München; 22.03.1999 Ob sie nun eher biogen oder psychogen sind: fest steht daß Chemikaliensyndrome mit unbekannter Ätiologie und Pathogenese immer häufiger auftreten - mit drastischen Konsequenzen für die Lebensqualität der Betroffenen. Die Diskussion um die Rolle der Psyche bei diesen Erkrankungen zu beenden das forderten Experten kürzlich auf einer Tagung über "Fiktion und Wirklichkeit" von Chemikaliensyndromen. Statt dessen sollten sich Ärzte der Seele und des Körpers dieser besonderen Patienten in gleichem Maße annehmen. Verhaltenstherapie scheint hier ein Weg. Eva K. schafft es heute wieder nicht aus dem Bett. Für sie ist nicht einfach irgendein "blauer Montag" - Tage wie heute gibt es viele in ihrem Leben. Manchmal zehn Monate nacheinander: jeder Tag ein "blauer". Seit ein paar Jahren geht das schon so. Den ganzen Tag liegt sie nur im Bett herum schafft es kaum sich etwas zu essen zu machen. Und alles tut ihr weh. Dabei war sie früher eine aktive Sportlerin - bis zu jenem Tag an dem sie morgens aufwachte und sich einfach elendiglich schlapp fühlte. Klar daß Frau K. sozial isoliert ist. Wer macht schon gern ständig Krankenbesuche - noch dazu bei jemandem der nach außen hin gar nicht krank zu sein scheint? Wenn es wenigstens etwas Ernstes wäre ... Doch ernst ist es sehr wohl. Und krank ist Eva K. mit Sicherheit. Nach der Definition der WHO nach der Gesundheit das Stadium des vollständigen sozialen mentalen wie physischen Wohlbefindens ist erfreut sich Eva K. keineswegs bester Gesundheit. Bis zu 15% der Bevölkerung klagen über Chemikaliensyndrome. Immer häufiger werden Hausärzte mit Geschichten wie der von Eva K. konfrontiert. Nach unterschiedlichen Schätzungen klagen heute zwischen 1 5 und 15% der Bevölkerung über schwere Befindlichkeitsstörungen für die es keinen äußeren Grund zu geben scheint. Diese Zahlen sind in beinahe allen Ländern in denen solche Syndrome auftreten in etwa identisch. Auffälligerweise gibt es die Krankheitsbilder bisher lediglich in reichen Industriestaaten. Die Betroffenen selbst führen ihre Beschwerden auf ihre Umgebung zurück. Von "Umwelt-assoziierten Befindlichkeitsstörungen" sprechen Fachleute dann auch. "Moderne Leiden" nennt sie H. Csef Würzburg nach dem gleichnamigen vielzitierten Buch von E. Shorter. ... ab


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