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December 2021

Leitsymptom Husten Versuch einer Rationalisierung des Vorgehens in der Allgemeinpraxis mit einer Handlungsleitlinie

Journal/Book: Münch. med. Wschr. 141 (1999) Nr. 18; S. 34/ 240 - 36/ 242. 1999;

Abstract: Dr. med. Barwitz H. J. K.; München Zusammenfassung Studienziel: Die vorliegende Studie sollte klären ob durch die Anwendung einer Handlungsleitlinie eine Rationalisierung des Vorgehens beim Beratungsanlaß "Husten" in der Allgemeinpraxis erreicht werden kann. Patienten und Methodik: Studiendesign von Teil 1 war eine retrospektive Studie mit zwei Parallelgruppen von Teil 2 eine randomisierte prospektive Studie mit zwei Parellelgruppen und Intervention. Durchführung der Untersuchung in einer mittelstädtischen Gemeinschaftspraxis mit zwei Ärzten. Bei insgesamt 1595 Patienten mit Husten wurden in vier Gruppen epidemiologische Daten diagnostische und therapeutische Versorgungsparameter sowie Effektivitätskriterien ausgewertet um Auswirkungen einer Handlungsleitlinie zu untersuchen. Ergebnisse: Es ergaben sich keine signifikanten Unterschiede innerhalb der drei Gruppen mit routinemäßiger Vorgehensweise. In der Leitlinien-orientierten Gruppe zeigten sich jedoch signifikante Veränderungen (p < 0 05): das Beratungsergebnis wurde häufiger als bronchiale Hyperreaktivität und seltener als chronische Bronchitis klassifiziert bei den diagnostischen Maßnahmen wurde häufiger eine Lungenfunktion und seltener eine Röntgen-Aufnahme des Thorax durchgeführt Antibiotika (von 69% auf 39%) und Antitussiva/Expektoranzien (von 94% auf 50%) wurden weniger verordnet - bei häufigerer Symptomfreiheit nach zwei Wochen und weniger unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Schlußfolgerung: Die Anwendung der Handlungsleitlinie erlaubt einen Verzicht auf unnötige Maßnahmen insbesondere Röntgen-Aufnahmen und Antibiotika-Gabe bei hochwertiger Versorgungsqualität und guter Anwendbarkeit im Praxisalltag. Abstract Cough - trial to rationalize management in general practice with a guideline: Objective: To investigate the possibility of rationalizing management of cough as a reason for consultation in general practice by guideline implementation. Subjects and methods: Design of pan t was a retrospective study with two parallel groups of part 2 a randomized prospective study with two parallel groups and Intervention. Setting was a group practice with two GPs in a middle-sized town. In altogether 1595 patients with cough in four groups epidemiologic data diagnostic and therapeutic procedures as well as criteria of effectiveness were evaluated to investigate guideline-influenced effects. Results: There were no significant differences between the three groups with routine management. The guideline-influenced group however showed significant changes (p < 0.05): increase of frequency of bronchial hyperreactivity versus chronic bronchitis increase of pulmonary function test decrease of chest x-ray decrease of antibiotics (from 69% to 39%) and antitussives/expectorants (from 94% to 50%) more frequent asymptomatics after two weeks and fewer adverse reactions. Conclusion: The implementation of the guideline ensures high quality of care with decrease of unnecessary diagnostic tests and therapeutic procedures especially x-rays and antibiotics and good feasibility in daily practice. Key words: Cough - Guideline - General practice ab

Keyword(s): Husten - Leitlinie - Allgemeinmedizin


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