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May 2022

Deutsch-polnische Edikte des 18. Jahrhunderts als Quelle zur Geschichte der Medizin

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. 84 (1990) 675-678. 1990;

Abstract: Andrzej Skrobacki Olsztyn Polen Zu interessanten polnischen literarischen Denkmälern die sich in den Sammlungen des Museums von Ermland und Masuren in Olsztyn befinden zählen: Edikte Verordnungen des Monarchen öffentliche Bekanntmachungen Amnestien Aufrufe und dieser Art Urkunden der preußischen Regierungsbehörden. Von höheren Beamten auf Anordnung des Monarchen ausgearbeitet erschienen diese Dokumente in Buchdruckereien in Berlin Bialystok Gdansk Królewiec (Königsberg) Kwidzyn Opole Poznan Szczecin Torun sowie Wroclaw am Ende des 16. Jahrhunderts bis zur 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Abgefaßt in französischer litauischer polnischer Sprache oder in beiden Sprachen polnischer und deutscher betrafen sie die verschiedensten Angelegenheiten angefangen von Problemen auf dem Gebiet der Verwaltung des Rechts des Kultes und Nationalität bis hin zu Wirtschafts- Bildungs- und Militärfragen (2). Diese Schriften neben zahlreichen polnischen Liederbüchern Kirchengesangsbüchern und Schulbüchern zeugten nicht nur von ungewöhnlicher Popularität der polnischen Sprache sondern auch von dem Bereiche der polnischen Kolonisierung in Westpommern dem Fürstentum Preußen und Schlesien (1 ). Die Genese dieser Popularität im Fürstentum Preußen geht auf das 16. Jahrhundert zurück als zusammen mit der Entwicklung der protestantischen Konfession sich bessere Möglichkeiten für die Entwicklung der polnischen Sprache einstellen. Królewiec wurde dazumal zum Ausgangspunkt des polnisch-evangelischen Schrifttums. In den Jahren 1545 bis 1552 wurden dort mehr polnische Schriften herausgegeben als in ganz Polen; es erschienen die ersten Übersetzungen in polnischer Sprache des Neuen Testamentes von Kirchengesangsbüchern und Postillen. Alle diese Bücher wurden nicht nur zum Gebrauch der evangelischen masurischen Bevölkerung herausgegeben sondern auch für das ganze Reformationslager in Polen (9). Im 17. Jahrhundert ergriffen die Druckereien und Buchhandlungen in Gdansk und Torun die Herausgeberinitiative. In Gdansk wurden religiöse Bücher für die evangelischen Kaschuben aus Westpommern für das Gebiet um Gdansk und für Masuren gedruckt; das Zentrum in Torun unterhielt enge Verbindungen zu Schlesien wohin der größte Teil seiner Veröffentlichungen gelang. Die Belebung der Verlagstätigkeit wurde auch von der pietistischen Bewegung in der evangelischen Kirche gefördert. ... wt


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