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May 2022

Untersuchungen zur Adhäsionsprophylaxe mit Bademoor und huminsäurehaltigen Substanzen

Journal/Book: Heilbad & Kurort 42 (1990) 9-10 S.308-310. 1990;

Abstract: * Für die finanzielle Unterstützung dieser Arbeit danken wir dem Arbeitskreis Gynäkologische Balneologie (Vorsitzender: Prof. Dr. med C. Goecke) Dr. med. Mahmoud Mesrogli Hannover Günstige Resultate bei der Behandlung von verwachsungsbedingten Krankheitsbildern und insbesondere bei der Adhäsionsprophylaxe nach Sterilitätsoperationen durch Moorbreibäder sind aus empirischen Daten seit langem bekannt. Um zu differenzierten Aussagen über die dabei wirksamen Substanzen und Mechanismen zu gelangen und ggf. den Einsatz der Badetherapie zu optimieren haben wir am Tiermodell der Ratte die Auswirkung von postoperativ verabreichten Bädern auf die Entstehung von Adhäsionen untersucht. Die Untersuchung wurde an insgesamt 180 Tieren durchgeführt; es kamen neben nativem Moor und Moorpreßsaft sowie aus Moor gewonnenen Huminsäurelösungen auch Wasserbäder als Kontrolle zur Anwendung. Während sich wenn keine Nachbehandlung bzw. nur Bäder in warmem Wasser durchgeführt worden waren regelmäßig starke bis sehr starke Verwachsungen zeigten ließ sich durch Bäder in wäßrigen Lösungen von Moorbestandteilen insbesondere mit Huminsäurelösungen hingegen eine signifikante Verringerung der Adhäsionsbildung erreichen. Es ist zu vermuten daß die Huminsäuren die in allen verwendeten Moorpräparationen gemeinsam enthalten waren den wirksamen Faktor darstellen. Insgesamt erwies sich die Moortherapie zur Adhäsionsprophylaxe im Tierversuch als sehr wirksam. Methodik Intraperitoneale Adhäsionen gehören auch heute noch zu den häufigsten Komplikationen nach intraabdominalen chirurgischen Eingriffen. Dadurch kann es u.a. zu einer Funktionsschädigung der Eileiter mit nachfolgender tubarer Sterilität kommen. Der Prophylaxe von Verwachsungen nach Operationen kommt also eine erhebliche Bedeutung zu; vor allem gilt dies für die Fertilitätschirurgie. Verwachsungen können immer dann entstehen wenn es nach Serosaverletzungen z. B. durch mechanische thermische bakterielle oder auch chemische Reize zur Fibrinogenexsudation ohne nachfolgende rückstandsfreie Fibrinolyse kommt. . . .


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