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May 2022

Probleme der modernen Reproduktionsmedizin

Journal/Book: MMW - Nr. 26/ 1990; S. 422/ 34 - 423/ 35; (132. Jg.). 1990;

Abstract: Prof. Dr. med. H. Hepp Frauenklinik der Universität Klinikum Großhadern München 70. Die Gesellschaft erwartet vom Gynäkologen daß er nach vorgegebenen Indikationen Leben vernichtet und andererseits unter Einsatz neuer reproduktionsmedizinischer Techniken im Sinne einer assistierten Fortpflanzung an der Menschwerdung mitwirkt wobei auch diesen Techniken Leben und Tod innewohnen. Es ist verhängnisvoll und lähmt noch immer die öffentliche Diskussion daß Reproduktionsmedizin und Gentechnik - zum Teil aufgrund mangelnder Information durch uns Forscher zum Teil auch durch die Sensationslust der Medien - verwechselt oder in einen Topf geworfen werden. Die Techniken moderner Reproduktionsmedizin haben a priori nichts mit Forschung an Embryonen und mit Gentechnologie zu tun. Die Invitro-Fertilisation ist jedoch eine Einstiegstechnik die embryonales Leben im Labor verfügbar macht. Klinische Aspekte Die Therapieerfolge von In-vitro-Fertilisation (IVF) mit Embryotransfer (ET) von intratubarem Gametentransfer (GIFT) und intrauteriner Insemination sind in den letzten Jahren nicht wesentlich zu verbessern gewesen. Mit dem intratubaren Gametentransfer ist es unserer Arbeitsgruppe in München 1985 allerdings erstmalig in Europa gelungen eine Schwangerschaft mit nachfolgender Geburt zu erzielen. Einen entscheidenden Fortschritt auch hinsichtlich der Akzeptanz stellt die Umstellung von der herkömmlichen laparoskopischen Eizellpunktion zur heute überwiegend vaginalen ultraschallkontrollierten Punktionstechnik dar. Auch wurden in den letzten beiden Jahren neue endokrinologische Strategien der Follikelstimulierung entwickelt. Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga (GnRH a) zur Ruhigstellung der Hypophyse haben sich im reproduktionsmedizinischen Stimulationskonzept einen festen Platz erobert. Die Diskussion darüber ob bei diesem Stimulationsschema auch "die Qualität" der Embryonen stimmt ist noch im Gange. Offenbar ist jedoch die sekretorische Transformation und Rezeptivität des Endometriums verbessert. Schwangerschaften sind derzeit in 20-23% bezogen auf die Transferrate und in 15-18% bezogen auf die Follikelpunktion zu erzielen. Die Zahl der Geburten (nach Abzug der Fehlgeburten und Tubargraviditäten) liegt bei 12%. Weltweit sind seit dem ersten "Retortenbaby" (1978) etwa 30 000 Kinder nach IVF oder GIFT geboren worden. Wie die Insemination sind die genannten Techniken neben dem homologen auch im heterologen System (d. h. mit Fremdsperma) anwendbar - mit dem allseits bekannten Problem der fehlenden Identität von Ehemann und genetischem Vater und der Problematik der geforderten Anonymität. Schm

Keyword(s): E5 Reproduktionsmedizin - techniken


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