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November 2021

Medizinische Bedeutung der Balneotherapie und der Klimatherapie*

Journal/Book: H u K 39 12/87 S. 358-359. 1987;

Abstract: Professor Dr. med. Horst Jungmann Curschmann-Institut Timmendorfer Strand Hamburg * Vortrag am 28. September 1987 anläßlich des 83. Deutschen Bädertages in Westerland. Der 83. Deutsche Bädertag steht unter dem Leitthema "Die Kur für mehr Gesundheit - Gesundheit als Aufgabe". Wenn das mir gestellte Thema in diesem Rahmen besprochen werden soll muß zuerst gefragt werden: Was ist Gesundheit? Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation ist es "Wohlbefinden" (well-being) also ein Gefühl. Gefühle sind nicht meßbar nicht objektivierbar man kann sie nur erleben. Hinzu kommt daß sich auch ein Drogenabhängiger im Rausch wohl fühlt obwohl er schwerkrank ist. Man kann aber Gesundheit auch definieren als die Fähigkeiten des Organismus die es ihm ermöglichen körperliche wie auch seelische Belastungen durchzustehen und zu überwinden. Gesundheit wäre dann als eine Kraft aufzufassen. Solche Fähigkeiten Schutz- und Abwehrmechanismen lassen sich nicht von heute auf morgen verbessern sie müssen geübt werden. Hier finden sich Ähnlichkeiten mit sportlichem Training. Typisch ist daß in vielen Fällen die primäre Wirkung nicht mit dem therapeutischen Ziel identisch ist. So führt ein 3000-m-Lauf zu Erschöpfung und Muskelkater. Kein Zweifel aber besteht daß die regelmäßige Wiederholung von Dauerläufen nach einigen Wochen die körperliche Ausdauerleistungsfähigkeit erheblich verbessert dann folgt auch kein Muskelkater mehr. Das Prinzip besteht in einer Übung und damit Optimierung körpereigener Fähigkeiten. Charakteristisch ist auch daß die so erworbene Leistungssteigerung noch Monate nach dem Abbruch des Trainings bestehen bleibt. Dieses Prinzip findet sich nun bei vielen Formen der Balneo- und Klimatherapie. Dies sei an einigen Beispielen dargestellt: Die Klimatherapie im Höhenklima weckt im Organismus alle Schutzmaßnahmen gegen Sauerstoffmangel obwohl bis in 2000 m Höhe also der Höhe der Heilklimatischen Kurorte kein wirklicher Sauerstoffmangel besteht. Am bekanntesten ist die Zunahme der roten Blutkörperchen und des Blutfarbstoffs die für den Transport des Sauerstoffs von der Lunge zu den Geweben verantwortlich sind. Zusätzlich wird durch chemische Veränderungen in den roten Blutkörperchen die Sauerstoffabgabe an das Gewebe erleichtert (Humpeler u. Mitarb. 1979).


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