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October 2021

Möglichkeiten der Infrarotthermographie bei Diagnostik und Verlauf von Kreuzschmerzen

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 15 (1986) 335-336. 1986;

Abstract: 1) Klinik für Physikalische Medizin und 2) Klinik für Orthopädie der Universität München Klinikum Großhadern Die versicherungsmedizinische Bedeutung des Kreuzschmerzes ist erheblich. Hinter dem Symptom "Lumbago" oder "Lumboischialgie" verbergen sich unterschiedliche Ursachen und manchmal läßt sich kein objektives Kriterium für den geklagten Schmerz finden. Die klinische Untersuchung ist abhängig von der Mitarbeit des Patienten er kann simulieren und dissimulieren. Die gebräuchlichen technischen Untersuchungsmöglichkeiten haben auch Nachteile wie erhebliche Strahlenbelastung und beschränkte Aussagekraft bei Röntgenuntersuchungen finanzieller und zeitlicher Aufwand beim CT sowie Schmerzhaftigkeit beim EMG. Es besteht somit ein breiter Anwendungsbereich für eine nicht invasive rasch durchführbare und relativ kostenarme Methode wie die IR-Thermographie. Diese bietet eine Entscheidungshilfe bei der Indikationsstellung zur Computertomographie und dient zur Verlaufskontrolle der konservativen und operativen Therapie. Wir haben 51 Patienten (32 konservativ und 19 operativ versorgt CT vorhanden) mit Verdacht auf Bandscheibenprolaps vor und nach Therapie sowie im weiteren Verlauf thermographiert. Ein Großteil der Patienten mit computertomographisch nachgewiesenem Prolaps zeigte eine deutliche radikulär verlaufende Hypothermie des erkrankten Beines mit Temperaturdifferenzen zwischen 0.6 und 3.2 C. Lediglich bei einzelnen Patienten mit medial gelegenem Prolaps fehlte diese Temperaturdifferenz. Ein Vergleichskollektiv aus 9 gesunden Probanden zeigte nur minimale Temperaturdifferenzen (kleiner 0.3 C). Nach Rückbildung der klinischen Symptomatik näherten sich die Temperaturunterschiede innerhalb von Wochen bis Monaten dem Normwert. Die IR-Thermographie ist somit eine geeignete nichtinvasive Methode zur Erkennung und Verlaufskontrolle radiculärer Läsionen. Bei Berücksichtigung von Störfaktoren (Durchblutungsstörungen Z. n. physikalischer Therapie etc.) steht mit der IR-Thermographie eine ergänzende Möglichkeit bei der Differentialdiagnose des Kreuzschmerzes zur Verfügung. ___MH


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