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October 2021

Untersuchungen über den Einfluß vermehrter Flüssigkeitszufuhr auf den Tagesgang von Harnmenge und Cortisolausscheidung unter constanten Ruhebedingungen

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 15 (1986) 322. 1986;

Abstract: 91. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation 9. bis 11. Oktober 1986 Münster Institut für Arbeitsphysiologie und Rehabilitationsforschung Marburg/Lahn Knopf (1972) beschrieb nach Zufuhr von 1000 ml eines Heilwassers eine Steigerung der Vanillinmandelsäureausscheidung im Harn was als Ausdruck einer Aktivierung der Nebennierenfunktion durch die Mineralwasserzufuhr gewertet werden kann. Zur Klärung der Frage ob eine alleinige Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr ebenfalls eine hormonale Mitreaktion auszulösen vermag haben wir die Cortisolausscheidung bei gesteigerter Trinkmenge im Tagesgang untersucht. An jeweils drei verschiedenen Tagen wurden Harnmenge und Cortisolausscheidung über 24 Stunden in 3-Stunden-Intervallen unter constanten Ruhebedingungen bei 10 gesunden Versuchspersonen untersucht. Dabei wurde die 3stündlich getrunkene Wassermenge systematisch variiert und zwar 100 350 oder 600 ml/3 Stunden. Die Standardisierung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme wurde am Morgen vor den Messungen begonnen die jeweils ab 15 Uhr in einer Schlaf-Klimakammer durchgeführt wurden. Alle drei Stunden wurde als Nahrung eine proteinarme Standardmahlzeit gegeben. Der mittlere Tagesmittelwert der Cortisolausscheidung zeigte bei Steigerung der zugeführten Flüssigkeitsmenge eine signifikante Erhöhung. Auch die Tagesamplitude der Cortisolausscheidung war bei Zufuhr von 600 ml/3 Stunden gegenüber 100 ml/3 h signifikant gesteigert. Der Zeitpunkt des tagesrhythmischen Maximums war in den Versuchen mit gesteigerter Flüssigkeitszufuhr zu früheren Zeiten hin verschoben und die Steilheit des morgendlichen Anstiegs signifikant erhöht. Auch bei der Harnmenge fand sich neben der Erhöhung der Tagesmittelwerte eine Vergrößerung der tagesrhythmischen Amplitude sowie eine Verstärkung der Asymetrie der Tagesgänge mit steilerem morgendlichem Anstieg. Die Ergebnisse zeigen daß allein schon die Steigerung der Wasserzufuhr zu einer Aktivierung der Nebennierenrinde und einer Phasenvorverschiebung tagesrhythmischer Funktionen führen kann. Erhöhte Trinkmengen dürfte demnach an der durch Trinkkuren auslösbaren adaptiven Reaktionen mitbeteiligt sein. hl


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