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January 2022

Modell Bad Sachsa : Projektdarstellung für eine stationäre und ambulante Rehabilitationsmaßnahme

Journal/Book: H u K 37 6/85. 1985;

Abstract: Bad Sachsa Nach neuesten Prognostizierungen ("Die Zeit" Nr. 37 vom 7. 9. 84) werden 1984 die Einnahmen der Krankenkassen um 3% die Ausgaben jedoch um 8 1 % steigen; eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge für das Jahr 1985 ist somit unumgänglich und damit auch eine Wiederaufnahme der Rentabilitätsfrage: wie effektiv wie effizient ist das deutsche Gesundheitswesen? Insbesonders den Bereichen Prävention und Rehabilitation muß bei der beeindruckenden Dominanz chronischer Erkrankungen im heutigen Krankheitsspektrum vermehrte Aufmerksamkeit zuteil werden. Wirkungsvolle Maßnahmen in diesen Bereichen setzen die Kenntnis potentieller Kausalzusammenhänge bei der Entstehung von manifesten Erkrankungen voraus. Allgemeiner Konsens besteht heute darüber daß nicht einzelne Risikofaktoren alleinentscheidende Krankheitsauslöser sind; vielmehr muß von einem durch Interdependenz geprägten Bezugssystem ausgegangen werden das neben den bekannten auch primär genannten Risikofaktoren bestimmte Persönlichkeitsstrukturen und spezifische Streßsituationen in Beruf und Freizeit miteinbezieht. Dieses interaktionistische Modell zahlreicher miteinander in wechselseitiger Beziehung stehender ursächlicher Faktoren bei der Entstehung von Krankheit offenbart die Notwendigkeit eines komplexen Therapieansatzes im Bereich von Prävention und Rehabilitation wie sie das "Modell Bad Sachsa" aufweist. A. Prämissen Die Prämissen für eine wirkungsvolle Prävention und Rehabilitation im stationären und ambulanten Bereich lassen sich auf vier Ebenen definieren: einer personalen einer personellen einer strukturell-materiellen und einer gesellschaftspolitischen Ebene die folgende Eigenschaften aufweisen müssen: tragfähige Langzeitcompliance im personalen kooperierende Multiprofessionalität im personellen dauerhafte Transferfähigkeit im strukturell-materiellen und akzeptierte Dominanz im gesellschaftspolitischen Bereich. B. Projektdarstellung 1. Die Kur und die stationäre Phase Die stationäre Phase dieses Projektes wird in der AOK-Kurklinik in Bad Sachsa absolviert; in dieser Präventions- und Rehabilitationseinrichtung werden unter der Leitung eines internistischen Chefarztes 102 vorwiegend bei den niedersächsischen AOK versicherte Patienten von Ärzten Schwester Sozialpädagogen Bewegungstherapeuten Entspannungstherapeuten und Diätassistentinnen behandelt. Besondere Indikationsgruppen sind die Risikofaktorenträger. Die Kontraindikation ist die mangelnde Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit und zur Verhaltensänderung. a) Therapeutisches Angebot Neben der medizinischen Basisversorgung liegt der Schwerpunkt des therapeutischen Angebotes auf dem pädagogisch-psychologischen und sozialen Sektor. Die koordinierten ineinander übergehenden therapeutischen Angebote umfassen: 1. Selbsterfahrung und Anleitung zur Selbsthilfe Thema dieses im Vordergrund stehenden Angebotes ist die Beziehung des Patienten zu seiner Seele seinem Körper und seiner Umwelt Ernährung Biorhythmus Erfahrung von Anspannung und Leistung einerseits und Entspannung und Muße andererseits Gesamtkörperkultur Regulation des Affektlebens Umgang mit sich selbst und dem sozialen Umfeld etc. sind die wichtigsten Programmpunkte. ___MH


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