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August 2022

Circadiane und circaseptane Schwankungen der Histamin-Reaktion im Intracutantest.

Journal/Book: J. interdiscipl. Cycle Res. 16: 131-132 (1985). 1985;

Abstract: Veröffentlichung aus dem Institut für kurmedizinische Forschung Bad Wildungen (Institut für Arbeitsphysiologie und Rehabilitationsforschung der Universität Marburg/Lahn W. Germany) Tagesrhythmische Schwankungen der Grösse von Histaminquaddel und -erythem sind in der Literatur mehrfach beschrieben (Beinberg u. Sidi 1966; Roitman-Johnson et al. 1980; u.a.). Die Acophasen liegen hierbei in der Nacht zwischen 0 und 2 Uhr. In der vorliegenden Untersuchung wurde bei 10 gesunden Versuchspersonen zu verschiedenen Tageszeiten jeweils 0 1 ml einer 0 01%-igen Histamin-Lösung an der Innenseite des Unterarms intracutan injiziert. Bei einer weiteren Gruppe von 8 Probanden wurden Längsschnittuntersuchungen der Histamin-Reaktion mit täglich zur gleichen Tageszeit ausgeführten Injektionen durchgeführt. Messparameter waren die subjektiv skalierte Juckreizstärke die Dauer des Juckreizes die Quaddelfläche die Geschwindigkeit der initialen Quaddelausbreitung und die Erythembreite. Die mittleren Tagesgänge ergeben bei allen Parametern circadiane Schwankungen von unterschiedlichen Amplituden deren Maxima in die Zeit von 0 bis 6 Uhr fallen. Die Periodenanalyse der Einzelkurven ergibt dementsprechend eine Häufung der Aerophasen in den Nachtstunden (Max.: 3 Uhr). Diese Verteilung gilt allerdings nur solange die zugrundeliegenden Periodendauern etwa 24 Stunden betragen. Bei Dominanz ultradianer etwa 12-stündiger Perioden liegen die Aerophasen bevorzugt zwischen 6 und 12 Uhr vormittags. Das Auftreten ultradianer Perioden spricht für eine Störung des normalen Tagesganges durch die Untersuchungsanordnung (nächtliche Injektionen). Solche reaktiven ultradianen Perioden mit abnormalen Phasenlagen wurden unter Reiztherapie auch in anderen Funktionssystemen beobachtet (Hildebrandt 1974 Heckmann 1982). Die Längsschnittuntersuchungen zeigen dass bei Mehrfachfestungen die Stärke der durch intracutane Histamin-Injektionen auslösbaren Juckreizempfindungen und Hauterscheinungen im Mittel abnimmt. Diese Reaktion ist periodisch gegliedert wobei die Periodendauern bevorzugt im etwa 7-tägigen Bereich liegen (Circaseptanperiodik). Diese Ablaufsdynamik und die darüber hinaus beobachtete Abhängigkeit der Stärke der Reaktionsänderung von vegetativen Kenngrössen sowie die Tendenz zur Normalisierung bei der Hautreaktion belegen dass es sich hierbei um funktionell-adaptive Prozesse handelt (vgl. Hildebrandt 1982).


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