Aspekte der Kurwirkung |
Journal/Book: In: G. Vescovi (Hrsg.): Impulse für die Kur von morgen. Materialien zur Schriftenreihe des Instituts für Gesundheitsbildung Bd.2. Atrioc-Verlag Bad Mergentheim 1984 S. 41-73.. 1984;
Abstract: NEUERE ASPEKTE DER KURWIRKUNG Die Einschätzung der Kurbehandlung der kurörtlichen Heilverfahren ist nach wie vor von Unsicherheit gekennzeichnet. Dies ist wieder einmal deutlich geworden durch die restriktiven Eingriffe der jüngsten Zeit wo die Sparmaßnahmen in der medizinischen Versorgung mit besonderer Härte die Kuren betroffen haben. Erfahrungsgemäß ist die Wertung einer Behandlungsform nicht allein und möglicherweise nicht einmal überwiegend von statistischen Erfolgsnachweisen bestimmt sondern auch vom Grad des Durchschauens ihrer Wirkungsweise. Und hier ist der Verdacht berechtigt daß die Kurbehandlung nach naturwissenschaftlichen Kriterien zu den noch weitgehend unverstandenen Formen der Krankenbehandlung Prävention und Rehabilitation gehört. Die wichtigste und zugleich die am meisten vernachlässigte Frage die zur sachgerechten Beurteilung einer Therapie gestellt werden muß zielt darauf welche Rolle der Organismus selbst beim Zustandekommen der Wirkungen spielen soll. Die Entscheidung darüber ob der Organismus lediglich passiv betroffen oder ob er aktiv am therapeutischen Prozeß beteiligt ist trennt nämlich zwei Grundprinzipien der Therapie voneinander die man künstliche und natürliche Therapie nennen kann (vgl. HILDEBRANDT 1975; Abbildung 1). Die Verfahren der künstlichen Therapie weisen dem Organismus grundsätzlich eine passive Rolle zu. Sie zielen primär und unmittelbar auf die Beseitigung der krankhaften Veränderungen oder ihrer Ursachen. . . .
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