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September 2019

Rhythmologische Aspekte der Kurbehandlung unter besonderer Berücksichtigung der Trinkkuren

Journal/Book: Erfahrungsheilkunde 33: 22-29 (1984). 1984;

Abstract: Aus dem Institut für kurmedizinische Forschung Bad Wildungen (Leiter Prof. Dr. G. Hildebrandt) Während die medikamentöse und chirurgische Therapie darauf abzielen durch Substitution direkte Steuerung oder Ausschaltung krankhafte Zustände zu beseitigen stellt die Kurortmedizin eine Therapieform dar deren Wirkprinzip in der Auslösung körpereigener Reaktionen besteht. Ziel einer solchen Therapie ist es die Regulationsfähigkeiten und Abwehrkräne des Organismus zu steigern und ihn in die Lage zu versetzen abweichende Funktionszustände zur Norm zurückzustellen. Diese körpereigenen Reaktionen werden am Kurort durch zahlreiche z. T. sehr unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Es handelt sich hierbei einerseits um Klima- und Milieuänderungen die einen kontinuierlichen Reiz darstellen zum anderen werden die Patienten durch Wegfall von Alltagsbelastungen wie Arbeit und verschiedene Umweltfaktoren geschont. Hinzu kommen diskontinuierlich einwirkende Kurmittelanwendungen wie Bäder oder Inhalationen die in der Regel seriell appliziert werden (Hildebrandt 1980). Auch die tägliche Heilwasserzufuhr bei Trinkkuren gehört in diesen Bereich. Wie reagiert nun der Organismus auf einen derartigen Wirkkomplex? Zum einen muß er sich an die veränderten Umweltbedingungen anpassen. Wir sprechen in diesem Zusammenhang von Adaptation oder wenn es sich um eine Reaktion auf die erwähnten Entlastungen handelt auch um Deadaptation. Hinzu kommen direkte Reaktionen auf die einzelnen Kurmittelanwendungen. Als Beispiel seien nur die Vasokonstriktion bei hydrotherapeutischen Kaltanwendungen der Blutdruckabfall im Kohlensäurebad oder die Steigerung der Diurese nach Heilwasserzufuhr genannt. Charakteristischerweise sind die Reaktionen aber nicht uniform sondern unterliegen bei mehrmaliger Reizanwendung Modifikationen wie sie in Abb. 1 zu erkennen sind. Hier ist die mittlere Harnmenge in den ersten 4 Stunden nach täglicher morgendlicher Zufuhr von 700 ml eines Heilwassers während einer 4wöchigen Haustrinkkur dargestellt. . . .


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