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September 2019

Elektrotherapie bei Patienten mit claudicatio intermittens

Journal/Book: Z. Phys. Med. Baln. Med. Klim. 13 (1984) 8-9. 1984;

Abstract: Aus dem Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Zentrum der Inneren Medizin. Abteilung für Physikalisch-Diätetische Therapie (Leiter: Prof. Dr. med. K. Pirlet) und Abteilung für Angiologie (Leiter: Prof. Dr. med. K. Breddin) Anschr. d. Verf.: Priv.-Doz. Dr. med. M. Bühring Klinikum der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Zentrum der Inneren Medizin Frankfurt am Main In einer kontrollierten und randomisierten Studie wurde bei 36 Patienten mit arterieller Verschlußkrankheit im Stadium II der Effekt einer stabilen Galvanisation und einer transdermalen elektrischen Nervenstimulation (TENS) auf die Gehstrecke bestimmt. Die Behandlungen erfolgten je 12mal in 4 Wochen über jeweils 20 Minuten. 1. Stabile Galvanisation: n = 12; 4x Becken- 7 x Oberschenkel- 1 x peripherer Verschlußtyp. Mittlerer DOPPLER-Index an dem schlechter versorgten Bein 0 69. Position der 8 5 x 11 5 cm großen Elektroden über dem Kreuzbein und über der distalen Wade des limitierenden Beines. Anode in 5 Fällen proximal in 7 Fällen distal. Mittlere Stromstärke sensibel schwellig mit 14 8 mA (Neuroton 627 Fa. Siemens ). 2. TENS: n = 12; 2 x Becken- 9 x Oberschenkel- 1 x peripherer Typ. Mittlerer DOPPLER-Index 0 71. 2 Kanäle mit 4 Elektroden über dem Verlauf des n. ischiadicus lumbal gluteal distaler Oberschenkel und Wadenmitte. Frequenz 100 ± 4 Hz Impulsbreite 120 µsec biphasisch asymmetrisch Stromstärke bis zu einem deutlich wahrnehmbaren Kribbeln (Microceptor II(r) Science Trading Frankfurt). 3. Kontrollgruppe: n =12; 2 x Becken- 9 x Oberschenkel- 1 x peripherer Typ. Mittlerer DOPPLER-Index 0 62. Untersuchung zu identischen Zeiten wie bei 1. und 2. jedoch keine Therapie. Vor und nach der Behandlung wurde die maximale Gehstrecke auf dem Laufband mit 3 6 km/h und bei 12 5 % Steigung bestimmt. Einüben der Technik an einem Vortag später Doppelbestimmungen mit jeweils 30minütigen Pausen. Die Gehstrecke besserte sich während der Galvanisation von 147 ± 24 (S. E. M) auf208 ±40 m (= +41 % 2 p < 0 005). Bei der distalen Anode betrug die Verbesserung von 164 auf 244 m +49% bei der proximalen Anode von 124 auf 158 m +27%. Während der TENS stieg die Gehstrecke von 119 ± 25 auf 268 ± 74 m (= +125 % 2p<0 001). In der Kontrollgruppe änderte sich die Gehstrecke nicht (108 ± 14 und 108 ± 15 m). Die Ergebnisse liegen in und über dem Bereich gleichartiger Verbesserungen nach krankengymnastischen Übungsprogrammen. Die Galvanisation wurde aus wissenschaftlichen Gründen in dieser Form durchgeführt. Von einer sinnvolleren Applikation im hydroelektrischen Bad mit einheitlich distaler Anode ist ein noch besserer Effekt vorstellbar. Als wirksames Prinzip wird weniger eine Beeinflussung der globalen Durchblutung vermutet (DOPPLER-Index in Abb. 1) (o. Abb.) als eine Verbesserung trophischer und funktioneller Bedingungen der Muskulatur (1). ___MH


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