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October 2022

Die Kneippkur im subalpinen Reizklima - die Oberstdorfer Kur

Journal/Book: H u K 32 12/80 S. 367-370. 1980;

Abstract: Dr. med. Gustav Hoch Kneipp-Sanatorium Christliches Hospiz Oberstdorf In meinem kurzen Referat hat man mir die Aufgabe gestellt Ihnen aus der praktischen Erfahrung heraus über die vielseitige Wirkung der Physiotherapie nach Kneipp im Oberstdorfer Heilklima zu berichten. Ich möchte meinen Vortrag so gliedern daß ich Ihnen 1. einen kurzen Überblick über die klimatischen Verhältnisse in Oberstdorf bringe 2. Ihnen einen Einblick in die Wirksamkeit der Kneippkur gebe um 3. daraus die Synthese zu finden: die Kneippkur im subalpinen Reizklima oder die Oberstdorfer Kur. Sie haben in diesen Tagen Gelegenheit gehabt die Schönheit unserer Herbstlandschaft zu erleben. In einer Talhöhe von 1000 Meter und einer Berghöhe bis 2000 Meter liegt Oberstdorf in einem weiten windgeschützten Talkessel. Seine klimatische Besonderheit sind die Hochtäler das Oytal das Gerstrubener-Tal das Bugsauer- und Spielmannsauer-Tal und im weiteren Sinne auch das Walsertal. Die hier durch die Tag- und Nachttemperatur auftretenden Berg- und Talwinde tragen dazu bei das Talklima wie mit einem Staubsauger zu erneuern. Oberstdorf ist praktisch windfrei. Die Luft sauber von geringer Feuchtigkeit (ca. 70%); wir kennen keine Schwüle und keine Wasserarmut. Die durchschnittlichen Temperaturschwankungen betragen etwa 11 Grad. Die extremsten Temperaturunterschiede erleben wir oft Ende Februar mit einer Tagestemperatur in windgeschützter Lage bei Sonnenschein um ca. 25 Grad und einer Nachttemperatur bei ca. minus 20 Grad. Die Grünlandwirtschaft das Fehlen von Getreideanbau macht unser Klima getreidepollenallergiefrei. Die Verringerung des Sauerstoffpartialdruckes spielt bei uns keine Rolle da seine Reaktionsschwelle bei 1500-2000 Meter liegt. Welche subjektiven Reaktionen erlebt der Patient in unserem Klima? Nach einer ergotropen sympatikotonen Phase kommt es um den 7. Tag zur ersten Klimareaktion. Sie wird von dem eigentlichen Krankheits- und Erschöpfungszustand und der momentanen Klimalage geprägt. So kommt es z. B. in den ersten Tagen bei der Hypotonie zu einer Normalisierung des Blutdruckes. Damit verbunden zu einem allgemeinen Wohlbefinden und einer plötzlichen Aktivität die nicht der eigentlichen Leistungsfähigkeit entspricht. Diese ergotrope Phase trägt dazu bei daß die erste "7. Tag"-Klimareaktion im allgemeinen die stärkste ist. Weitere treten im Sinne eines Zirkaseptanrhythmus auf der in vielen Arbeiten von Hillebrandt bestätigt wurde. ... ___MH


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