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October 2021

Indikationen zur Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule

Journal/Book: Man. Med. 17 (1979) 99-108. 1979;

Abstract: Zusammenfassung / SACHSE (Berlin) Seit einigen Jahren besteht in Schweden eine Diskussion zwischen Orthopädie und Röntgenologie über die Frage "wann soll ein Pat. mit Rückenschmerzen röntgenuntersucht werden?" Verfasser gibt eine Übersicht der Argumente und Ergebnisse die auch für uns wertvoll sind GÖTEBORG: "unter 56000 WS-Routineuntersuchungen nur ein überraschender Fallbefund" BROLIN: bei 68000 Rö-Aufnahmen nur ein unerwarteter positiver Befand auf 2500 Untersuchen. CEDERHOLM: Alle Fälle von Malignität Spondylitis waren vorher klinisch diagnostiziert und gezielt untersucht. 85% der Bilder ohne klinischen Verdacht. Sie erbrachten keinen einzigen Fall von Tumor Spondylitis oder Fraktur. ELVIN: verminderter Kalkgehalt bei älteren Patienten verwunderte niemanden Fehlbildungen lösten keine therapeutische Aktivität aus die Vielfalt degenerativer Veränderungen hat keine Korrelation zu den subjektiven Beschwerden Haltungsfehler sind mit bloßem Auge besser zu diagnostizieren. Verf. schätzt daß von den etwa 360000 jährlichen Röntgenuntersuchungen in Schweden 270000 unnötig seien. Die Kosten sollten besser anderen Patienten zugute kommen. NACHEMSON hat in seiner Klinik folgende Richtlinien für die Röntgenuntersuchungen der WS die hier wiedergegeben werden sollen: Kinder bei Skoliose ap-Bild im Stehen 10-20jährige bei klinischem Verdacht auf Mb. Scheuermann und Spondylitis Spondylolyse und Spondylolisthesis. 20-60jährige wenige Indikationen nur bei klinischer Diagnose oder Verdacht auf Tumor Tuberkulose rheumatischer Erkrankung Bechterew bei neurologischen Ausfällen und erhöhter Blutsenkung mit Rückenschmerzen. Röntgenroutineuntersuchungen bei der Diagnose Zorviko-Brachialgie oder Lumbo-Ischialgie sind nicht indiziert. Untersuchung möglich nach mehr als 2-3monatiger erfolgloser adäquater Therapie. Über 60jährige bei Verdacht auf Wirbelkompression oder Malignität. Verf. nimmt auch zur manualtherapeutischen Röntgenindikation Stellung und betont daß gute klinische und manualmedizinische ("osteopathische") Untersuchung gefährliche Krankheiten aufdecken sollte oder zumindest den Verdacht darauf weckt. Wenn die harten Techniken (Manipulationen) vermieden werden durch Übergang zu weichen Mobilisationen (postisometrische Relaxationstechniken) sei auch keine Röntgenuntersuchung erforderlich. Auf gezielt indizierte Funktionsaufnahmen geht der Verf. nicht ein. Diese Thesen sollten ernsthaft diskutiert worden um Belastungen (Patientenzeit Strahlen Kosten) durch eine autistisch undisziplinierte Routine auf diesem Gebiet abzubauen. ___MH


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