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October 2021

OZONWIRKUNG AUF DIE LUNGENFUNKTION SAUERSTOFFPARTIALDRUCK IM ARTERIELLEN BLUT UND ACETYLCHOLINTEST BEIM MENSCHEN NACH EINER ZWEISTÜNDIGEN EXPOSITION MIT 0.1 0.32 UND 1.0 PPM.

Abstract: Aus dem Institut für Medizinische Balneologie und Klimatologie der Universität München Vorstand: Prof. Dr. H. Drexel Inaugural Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der Zahnheilkunde an der Ludwig-Maximilian-Universität zu München vorgelegt von Hubert Kienle München 1979 ZUSAMMENFASSUNG Es wurde die Wirkung von Ozon bei den Konzentrationen 0.1 0.32 und 1.0 ppm nach 2-stündiger Inhalation auf den Sauerstoffpartialdruck im arteriellen Blut und die Lungenfunktion (Atemwegwiderstand in. Ruheatmung und funktionelle Residualkapazität) am Menschen geprüft. Im Anschluß an die Exposition wurde eine bronchiale Provokation durch Inhalation von 1%igem Acetylcholin (ACh) mit einem standardisierten Verfahren vorgenommen. 1. Als Versuchspersonen standen zur Verfügung: - bei 0 1 ppm O3 5 gesunde VP im Alter von 22 - 27 Jahren 3 chron. Bronchitiker im Alter zwischen 55 - 65 Jahren und 1 Asthmatiker 26 Jahre alt. - bei 0 32 ppm O3 9 gesunde VP im Alter von 20 - 28 Jahren. - bei 1 0 ppm O3 13 gesunde VP im Alter von 20 - 28 Jahren. 2. Der Versuchsplan sah folgendermaßen aus: - Sauerstoffpartialdruck- u. Lungenfunktionsmessungen - 2-stundenlange Ozonexposition - Sauerstoffpartialdruck- u. Lungenfunktionsmessung - bronchiale Provokation mit Ach - Lungenfunktionsmessung - 1/2 Std. danach erneute Lungenfunktionsmessung - an einem anderen Tag wurde ein ACh-Provokationstest ohne O3 durchgeführt. 3. Wesentliche Ergebnisse waren: a) Im Gegensatz zu NIEDING konnten wir keine Beeinflussung des arteriellen Sauerstoffpartialdruckes der gesunden Probanden nach 2-stündiger O3-Inhalation mit 0.1 0.32 und 1.0 ppm feststellen. Die Probanden mit vorgeschädigtem Bronchialsystem zeigten kleine Schwankungen (max. ± 5.5+ mmHg) um den Ausgangswert. +) b) Der Atemwegwiderstand in Ruheatmung der gesunden Probanden stieg nach der O3-Exposition durchschnittlich um 0.37 cmWs/(1/s) bei 0.1 ppm 0.14 cmWs/(1/s) bei 0.32 ppm und 0.44 cmWs/(1/s) bei 1.0 ppm (nicht signifikant) an. Wesentlich stärker reagierten die Probanden mit chronischer Bronchitis nach 0.1 ppm Ozonbelastung. Der Atemwegswiderstand stieg bei ihnen um durchschnittlich 1.1 cmWs/(1/s). ++) c) Für die funktionelle Residualkapazität war eine O3-bedingte Beeinflussung statistisch nicht zu sichern. d) Ozon in Kombination mit ACh ließ mit steigender O3-Konzentration einen zunehmenden potenzierenden Effekt auf den Atemwegwiderstand und eine Steigerung der subjektiven Symptome erkennen. e) Symptome wie Husten substernales Brennen und Druckgefühl gaben während der Ozonbelastung bei 0.1 ppm zwei bei 0.32 ppm vier und bei 1.0 ppm 03 elf Versuchspersonen an. Von ähnlichen Ergebnissen wurde in der Literatur berichtet. 12 von 13 Probanden reagierten auf den Provokationstest mit Acetylcholin nach der Exposition mit 1.0 ppm überstark. +) 1 mm Hg = 133.3 Pa; ++) 1 cmWs = 98.1 Pa ___MH


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