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October 2021

DIE RELATIVE KONZENTRATION DER FREIEN AMINOSÄUREN DES STRATUM CORNEUM DER GESUNDEN MENSCHLICHEN HAUT. ZUR FRAGE DER (INDIVIDUELLEN LOKALEN UND TEMPORÄREN) VARIABILITÄT.

Abstract: AUS DEM INSTITUT FÜR MEDIZINISCHE BALNEOLOGIE UND KLIMATOLOGIE DER UNIVERSITÄT MÜNCHEN Vorstand: Prof. Dr. med. H. Drexel Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde in der gesamter. Medizin verfaßt und einer Hohen Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vorgelegt von Josef A. Hofmann aus München München 1979 ZUSAMMENFASSUNG Untersucht wurde der Anteil der individuellen lokalen und temporären Variabilität an der Gesamtvariabilität der freien Aminosäuren des Stratum corneum gesunder menschlicher Haut. Die Materialgewinnung erfolgte bei 31 jugendlichen Versuchspersonen mit Hilfe der Tesafilmabrißmethode. An genau definierten Hautarealen der Unterarme und der Schultern wurde dreimal in einmonatigem Abstand bis auf das Stratum granulosum abgerissen. Das gewonnene Hornschichtmaterial wurde in 0 1 n HCl-Lösung mit Zusatz von Brij 35 (Polyoxyäthylenlaurylätherlösung) eluiert. Urocaninsäure wurde in 0 1 n HCl photometrisch bei 268 nm gemessen. Die Bestimmung von Harnstoff erfolgte photometrisch bei 546 nm durch Ureasereaktion. Die Konzentration der freien Aminosäuren wurde säulenchromatographisch nach dem 2 Säulen-Li-Verfahren mit dem Technikon-Aminosäuren-Analysator TSM 1 gemessen. Die Auswertung der erhaltenen Chromatogramme erfolgte mit Hilfe des Rechenprogramms CHROMA (PRATZEL) sowie durch Peakausmessung. Die Konzentration der freien Aminosäuren wurde in Mol/100Mol Gesamtaminosäuren (ohne Urocaninsäure und Harnstoff) angegeben. Es wurden die Aminosäure-Mittelwerte für die einzelne Versuchsperson für die Abrißstelle und für den einzelnen Abrißtermin bestimmt (Tabellen 3 bis 5). Mit Hilfe der Varianzanalyse wurde die Beteiligung der individuellen und örtlichen (Arm-Schulter) Variabilität an der Gesamtvariabilität der freien Aminosäuren auf ihre Signifikanz untersucht sowie die Beteiligung der Varianz von Hautstelle (rechts-links) und Abrißzeit (o. Tabelle 6) . Die Korrelationsuntersuchungen von je zwei Aminosäuren wurden an Hand graphischer Darstellung der Einzelwerte der Aminosäurekonzentrationen durchgeführt (o. Tabelle 7 und 8. sowie Anhang). Es wurde versucht aufzuzeigen welche freien Aminosäuren im Rahmen des Hautstoffwechsels Beziehungen miteinander haben das heißt an gemeinsamen chemischen Reaktionen beteiligt beziehungsweise gemeinsamer Herkunft sind. Der Vergleich der eigenen Mittelwerte und Standardabweichungen mit Ergebnissen von SCHWARZ zeigte befriedigende Übereinstimmung. Hinsichtlich der Größe ihrer Gesamtvariabilität bestehen zwischen den freien Aminosäuren große Unterschiede. Den freien Aminosäuren Threonin Serin Glycin und Valin mit sehr geringer Gesamtvariabilität stehen Harnstoff Asparagin und Ornithin mit großer Gesamtvariabilität gegenüber. Zur Frage des Anteils der individuellen lokalen und temporären Variabilität an der Gesamtvariabilität der freien Aminosäuren: Bei Glycin und Isoleucin fand sich keine signifikante Beteiligung der individuellen lokalen wie auch temporärer Variabilität an der Gesamtvariabilität. Bei den übrigen freien Aminosäuren zeigte die individuelle Variabilität den größten Anteil an der Gesamtvariabilität gefolgt von der örtlichen (Arm-Schulter) und der temporären Variabilität. Eine Stellenvariabilität (Konzentrationsunterschiede der freien Aminosäuren die nur durch die Lokalisation rechts beziehungsweise links bedingt waren) fand sich signifikant lediglich für Asparagin. Eine signifikante temporäre Variabilität ergab sich für Urocaninsäure Asparaginsäure Asparagin Alanin Citrullin Valin Lysin und Histidin. Für die Aminosäuren Threonin Asparagin Prolin Glycin Isoleucin Leucin und Phenylalanin war die örtliche Variabilität (Arm-Schulter) nicht signifikant. Die Aminosäuren Glycin Valin und Isoleucin zeigten keine individuelle Variabilität. Als Ursachen der Variabilität der freien Aminosäuren wurden diskutiert: genetische Faktoren Lebensgewohnheiten der Versuchspersonen (zum Beispiel Ernährung) bakterielle Einflüsse und UV-Licht. Alters- und krankheitsbedingte Variabilität konnte bei der gewählten Versuchspersonengruppe ausgeklammert werden. Die zur weiteren Ursachenklärung der Variabilität der freien Aminosäuren durchgeführten Korrelationsuntersuchungen ergaben: negative Korrelationen für die Aminosäure-Paare Asparaginsäure/ Alanin Arginin/Ornithin Ornithin/Citrullin positive Korrelationen für die Aminosäure-Paare Glycin/Serin und Alanin/Serin. Nicht eindeutig waren die Korrelationsverhältnisse bei den Aminosäure-Paaren Arginin/Harnstoff und Urocaninsäure/Histidin. ___MH


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