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October 2021

Erfahrungen mit der Manuellen Therapie in der Sportmedizin und Sporttraumatologie1

Journal/Book: Zschr. Physiother. Jg. 28 (1976) 145-147. 1976;

Abstract: Aus der Hauptberatungsstelle des Sportmedizinischen Dienstes Erfurt (Chefarzt: OMR Dr. E. SCHÖLLING der Abteilung Ambulanz - Sporttraumatologie und Physiotherapie - (Leiter: Dr. med. R. STAPEL) 1 Herrn Doz. MUDr. KAREIL LEWIT Dr. Sc. zum 60. Geburtstag. Die Erörterung der Beziehungen zwischen Trauma und Wirbelgelenkblockierung erfordert zunächst eine Definition der beiden Einzelbegriffe. Das Trauma ist ein von außen mit mehr oder weniger starker Gewalt einwirkendes Ereignis das psychische oder körperliche Schäden hinterlassen kann. Die Gelenkblockierung ist eine funktionelle Gelenkspielstörung die allerdings sehr schmerzhaft sein kann und unter anderem auch im Gefolge eines Traumas manchmal mit entsteht nämlich dann wenn fehlgesteuerte Muskulatur die Voraussetzung schafft. Im Grundsätzlichen ist diese Frage von einer besonderen Problematik. Medizinisch gesehen können ständig überhöhte Anforderungen durchaus einmal den Charakter einer den Körper von außen her schädigenden Einwirkung haben. Dies ist besonders der Fall wenn wir die Rolle der gehäuft auftretenden Mikrotraumen mit einbeziehen. Wie LEWIT dargestellt hat ergibt sich die Frage eines Zusammenhanges von Trauma und Gelenkblockierung nicht nur für die Begutachtung von Unfällen oder Sportunfällen also für die versicherungsrechtliche Seite. Beispielsweise ist schon die Klärung interessant ob es sich um eine Distorsion oder eine Blockierung handelt. Unter Distorsion wird allgemein eine Verstauchung also eine Gelenkverletzung mit Zerrung oder auch Zerreißung der Gelenkbänder auch mit Gelenkhämatom bzw. Erguß verstanden. Sie tritt auf wenn durch eine indirekte Gewalteinwirkung die physiologische Bewegungsgrenze eines Gelenkes überschritten wird. Bei der Blockierung mit dem gestörten "Joint play" (Gelenkspiel) nach MENNELL liegt im wesentlichen eine reversible Störung der passiven Gelenkbeweglichkeit vor also des Bewegungsraumes den wir durch aktives Benutzen der Muskulatur nicht mobilisieren können der nicht durch Gewalt gestört ist sondern durch reflektorische Mechanismen. Hier setzt unsere Manuelle Therapie an Die Blockierung läßt sich mobilisieren und manipulieren die Distorsion nicht diese sollte ruhig gestellt werden. Bei Distorsionen wie bei Prellungen bestehen in der Regel schmerzhafte Bewegungseinschränkungen in allen Bewegungsrichtungen während Gelenkblockierungen fast regelmäßig durch eine einseitige oder zweiseitige Bewegungssperre gekennzeichnet sind. ... ___MH


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