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December 2019

Die Inhalieranlage nach Barthel-Küster auf der Zeche Hannibal und die Inhalierung von Kalziumsole gegen Silikosebeschwerden.

Journal/Book: Heft 43/44 (S. 1011/17) Jahrgang 87 (1951) der Bergmännischen Zeitschrift "Glückauf. 1951;

Abstract: Von Chemierat Dr. phil. Hans C a u e r und Dr. med. Norbert N e y m a n n Bochum-Hordel Ursprung und Zweck der Errichtung Die D i a g n o s e der Staublunge insbesondere die Erkennung der Silikose hat unbestreitbar in den letzten zehn Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Daß in Verbindung damit auch die P r o g n o s e sicherer geworden ist kann zur Zeit eigentlich nur in den im Anfangsstadium erkannten Fällen beruhigen da hier auf Grund ärztlicher Erfahrung ein günstiger Verlauf vorausgesagt werden kann falls keine neuen Schädigungen hinzukommen (13)1. Im übrigen hat gerade diese Erkenntnis auf den Weg geführt der einstweilen am zuverlässigsten Erfolg verspricht nämlich zu einer dauernden Beobachtung der staubgefährdeten Belegschaftsmitglieder. In der Beurteilung der äußeren U r s a c h e n der Krankheit ist man zu der Gewißheit gekommen daß Q u a r z im Staub der gefährlichste Bestandteil staubiger Luft ist wenn auch gewisse andre fast immer kieselsäurehaltige Mineralien ebenfalls in dem Verdacht stehen schädlich zu sein. Besonders wichtig ist die Feststellung daß vor allem oder allein die f e i n s t e n mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Teilchen für die Silikose verantwortlich sind weil nur sie in die äußerst engen Endgänge der Lungen eindringen können. Auf dieser Tatsache beruhen hauptsächlich die bereits von erkennbarem Erfolg begleiteten betrieblichen Untersuchungen und Maßnahmen zur V e r h ü t u n g der Krankheit. Am meisten bleibt noch in der H e i l b e h a n d l u n g zu tun in der man bisher kaum den Weg sieht. Für sie ist von minderer Bedeutung die seit vielen Jahrzehnten bestätigte Beobachtung daß Bergleute Steinbrucharbeiter und Steinmetze die mit k a l k h a l t i g e n Erzen oder Gesteinen zutun haben viel weniger von siljkoseartigen Lungenerkrankungen heimgesucht werden als ihre Berufsgenossen die kalkfreie Mineralien bearbeiten. Am bekanntesten ist in dieser Beziehung der Gegensatz zwischen dem Bergbau auf die kalkhaltigen Dachschiefer des Sauerlandes und beispielsweise dem rheinischen Dachschieferbergbau sowie der auffallende Unterschied zwischen dem Bergbau auf die kalkhaltigen Lahn-Eisenerze und dem Erzbergbau des Siegerlandes. In der sich hierauf gründenden Annahme daß Kalkstaub eine silikoseverhütende wenn nicht gar heilende Wirkung ausübe hat man auf verschiedene Weise die Gefährdeten oder Befallenen Kalkstaub einatmen lassen; bisher ohne sicheren Erfolg. An die gesicherten Beobachtungen bezüglich der F e i n h e i t der einzuatmenden Teilchen und der Wirkung des K a l z i u m s knüpft der großangelegte Versuch an den die Fried.-Krupp-Zechen Hannover und Hannibal in Bochum-Hordel vor etwa einem Jahre unternommen haben den Kampf gegen die Silikose von der medizinischen Seite einen Schritt vorwärts zu bringen. ... ___MH


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