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August 2015

Hauskuren mit natürlichen Heilquellen und Quellprodukten in der kassenärztlichen Praxis.

Journal/Book: Bäder- und Verkehrsverlag G. m. b. H. Berlin SW11. 1926;

Abstract: Mit einer Einführung von der Balneologischen Gesellschaft in Berlin Der Vorstand der Balneologischen Gesellschaft Prof. Dr. Dietrich Wirkl. Geh. Ober-Med.-Rat Ministerialdirektor Vorsitzender Dr. Hirsch Generalsekretär Hauskuren mit natürlichen Heilbrunnen und Quellprodukten für Krankenkassenmitglieder. Die Frage ob die natürlichen Mineralquellen durch künstliche Nachahmungen auch nur annähernd ersetzt werden können ist seit langer Zeit immer wieder Gegenstand eingehender wissenschaftlicher Forschung. Schon H u f e l a n d mit seinem scharf ausgeprägten ärztlichen Blick war vor mehr als 100 Jahren zu dem Ergebnis gelangt daß die an der Hand von chemischen Analysen künstlich nachgeahmten Mineralwässer den natürlichen Quellen nicht gleichwertig sind; er begründete seine Ausführungen damit daß es bei einem Mineralwasser nicht so sehr auf die einzelnen Bestandteile an sich ankommt als vielmehr auf ihr Mischungsverhältnis das in den natürlichen Mineralwässern wesentlich inniger ist als in den künstlichen Wässern. Auch fiel ihm auf daß die Bindung der Wärme im natürlichen Mineralwasser erheblich fester ist als bei künstlicher Erwärmung. Demselben Gedanken gab O. L i e b r e i c h ein halbes Jahrhundert später erneut Ausdruck indem er auf Grund der seither weit fortgeschrittenen physiologischen Chemie aussprechen konnte daß "eine Mischung von grob aus den Mineralquellen herausanalysierten Salzen niemals einer vollwertigen Heilquelle Ersatz geben könnte". Nach Liebreich war man vor 50 Jahren "so weit daß man es allmählich aufgibt nach der Analyse Mineralwässer künstlich nachzumachen (!)". Als die Radioaktivität der Brunnen gefunden wurde hatte man einen neuen Beweis für die Eigenart der natürlichen Mineralquelle gegenüber deren Nachahmung von so auffallender Deutlichkeit daß man schon glaubte von dem großen Geheimnis des "Brunnengeistes" den Schleier vollkommen gelüftet zu haben. Wenn sich das auch nicht in vollem Ausmaß als zutreffend erwiesen hat so zeigte sich doch recht bald daß dem natürlichen Brunnen physikalisch-chemische katalytische und kolloidale Eigenheiten innewohnen deren Nachahmung bisher nicht gelungen ist und bei ihren enormen Feinheiten wohl auch schwer gelingen dürfte die aber für das Wesen und die Wirkung der natürlichen Heilquelle charakteristisch und grundlegend sind. Z ö r k e n d ö r f e r sagt mit Recht daß die "Mineralwasseranalysen überhaupt nur ein unvollständiges Bild liefern können da es der analytischen Chemie unmöglich ist sämtliche Bestandteile zu bestimmen oder auch nur qualitativ nachzuweisen. Ebensowenig wie man aus chemisch reinem Eiweiß Fett Kohlehydraten und Salzen eine vollständige und bekömmliche Nahrung bereiten kann wird eine noch so genaue nach der chemischen Analyse hergestellte SalzIösung dieselbe Wirkung wie ein natürliches Mineralwasser entfalten können." Er weist daraufhin daß gerade die physikalischen und kolloidal-chemischen Methoden in der Balneologie ein weites unbebautes Arbeitsfeld finden und daß speziell die katalytischen Wirkungen die auf völlig vernachlässigten oder noch nicht aufgefundenen Bestandteilen der Mineralquellen beruhen noch heute nicht annähernd gewürdigt werden können. ... ___MH


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