Intoxikationen mit schlaffördernden Mitteln |
Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. Qual.sich. (ZaeFQ) 2001; Nr. 1 (95.Jg.): S. 45-49. 2001;
Abstract: Priv.-Doz. Dr. med. habil. M. Kretzschmar Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Wald-Klinikum Gera gGmbH Gera Poisoning with sleep supporting drugs ZUSAMMENFASSUNG Vergiftungsnotfälle beanspruchen im Rahmen der notfallmedizinischen Versorgung etwa 3-5% aller Gesamteinsätze. Schlaffördernde Mittel sind zu 35% am Intoxikationsgeschehen beteiligt in erster Linie im Rahmen von suizidalen oder parasuizidalen Handlungen. Dabei nehmen Benzodiazepine eine Spitzenstellung ein gefolgt von den stark sedierend wirkenden H1-Antihistaminika und den sogenannten Anxiolytika der "zweiten Generation". Intoxikationen mit schlaffördernden Mitteln führen zu Bewusstseinsstörungen unterschiedlicher Ausprägung als Leitsymptom. Sorgfältige (Fremd-)Anamnese Inspektion der Umgebung und klinische Untersuchung führen zur Diagnose. Differenzialdiagnostisch sind Hypoglykämien und neurologische Erkrankungen auszuschließen. Die präklinische Therapie folgt der "Fünffingerregel" (Stabilisierung der Vitalfunktionen Detoxikation Antidot-Therapie Asservierung Transport). Spezielle Maßnahmen (präklinische Magenspülung Antidot-Therapie) sind nur in ausgewählten Fällen indiziert (insbesondere Mischintoxikationen mit Ethanol). Weiterführende Therapiemaßnahmen in der Klinik werden an ausgewählten Beispielen erläutert. ABSTRA
Keyword(s): Hypnotika Intensivmedizin Intoxikationen Psychopharmaka präklinische Therapie
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