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March 2021

Schützen Statine auch vor Demenz?

Journal/Book: MMW-Fortschr.Med. 2001; Nr. 12 (143.Jg.): S. 14. 2001;

Abstract: H. S. Füeßl Geschäftsführender Schriftleiter MMW-Fortschritte der Medizin Bei Personen über 50 Jahren die mit einem Cholesterinsynthese-Hemmer behandelt werden scheint unabhängig von einer Hyperlipidämie das Risiko für eine Demenz beträchtlich verringert zu sein. Aus 368 allgemeinärztlichen Praxen die an ein Forschungsprojekt in Großbritannien angeschlossen sind gehen seit mehreren Jahren äußerst interessante epidemiologische Daten ein. Für die folgende Studie wurden Patienten im Alter von 50-89 Jahren aus drei verschiedenen Gruppen ausgewählt: 24500 Personen unter einer Lipid senkenden Therapie 11 400 Personen mit einer unbehandelten Hyperlipidämie und 25000 vergleichbare Personen ohne diese Diagnose und ohne Einnahme entsprechender Medikamente. In dieser Basispopulation fanden sich anhand der Hausarztdiagnosen 284 Fälle mit Demenz. Zu jedem Fall wurden randomisiert vier alters- und geschlechtsgleiche Kontrollpersonen ohne Demenz ausgewählt. Von den Kontrollpersonen wiesen 13% eine nicht behandelte Hyperlipidämie auf 11% hatten Statine verordnet bekommen und 7% andere Lipidsenker. 69% hatten weder eine Hyperlipidämie noch standen sie unter Lipid senkenden Medikamenten. Das relative Risiko für eine Demenz betrug korrigiert für Alter Geschlecht Anamnese einer koronaren Herzkrankheit Hypertonie Bypass-Chirurgie zerebrale Ischämie Rauchen und Bodymass-Index für Personen mit nicht behandelter Hyperlipidämie 0 72 und für Patienten unter einer Lipid senkenden Therapie ohne Statine 0 96. Beide Werte sind nahe an 1 0 und unterscheiden sich nicht von Personen ohne Diagnose einer Hyperlipidämie oder Einnahme entsprechender Medikamente. Dagegen betrug das korrigierte relative Risiko für Patienten unter CSE-Hemmern nur 0 29. Kommentar Bei diesem beeindruckenden Ergebnis werden kritische Geister natürlich einwenden dass epidemiologische Beobachtungsstudien nicht ganz ernst genommen dürfen da sie prinzipiell keine Kausalität beweisen können. Es sollte einem allerdings zu denken geben dass eine ganze Reihe heute etablierter Therapieprinzipien z. B. Aspirin zur Verhinderung von Myokardinfarkten Folsäure zur Vermeidung von Neuralrohrdefekten und das erhöhte Thromboserisiko bei Östrogentherapie durch genau diese Art der Studie entdeckt wurden. ... hf


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