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March 2021

Compliance in der Hochdrucktherapie Was tun gegen die "Vergesslichkeit"?

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. 2001; Nr. 11 (143.Jg.): S. 41/ 201 - 42/ 202. 2001;

Abstract: Prof. Dr. med. Rainer Düsing Medizinische Universitäts-Poliklinik Bonn Es gibt viele Möglichkeiten die Medikamentencompliance von Hypertonikern zu verbessern. Wichtigste Voraussetzung ist allerdings sich des epidemischen Ausmaßes variabler Compliance bewusst zu sein (Tabelle 1). Muster der variablen Compliance Dank des Einsatzes elektronischer Hilfsmittel als sog. "Medication Event Monitoring Systems" (MEMS; siehe Abb.1) sind inzwischen viele Details einer variablen Medikamentencompliance genauer untersucht. Nach Häufigkeit geordnet wurden folgende Verhaltensmuster dokumentiert: 1 Verspätete Tabletteneinnahme z. B. Einnahme eines zum Morgen verordneten Medikaments am Abend. 2 Dosisauslassungen z. B. ein einmal täglich einzunehmendes Medikament wird für einen Tag nicht eingenommen. 3 "Drug holidays': Die Tabletteneinnahme unterbleibt für mehrere Tage wird dann aber wieder aufgenommen. 4 "Weißkittel"- oder "Praxis"-Compliance. Die Tabletteneinnahme im zeitlichen Umfeld eines Arzt- oder Klinikbesuches entspricht der Verordnung zwischen den Arztterminen nimmt die Compliance dann deutlich ab. Ursachen variabler Compliance Etwa die Hälfte aller verzögerten oder ausgelassenen Medikamenten-Einnahmezeitpunkte sind auf Vergesslichkeit zurückzuführen. Durch die Beachtung einiger Tipps lässt sich die Vergesslichkeit verringern und die Compliance verbessern (Tabelle 2). In diesem Sinne hilfreich können auch Verpackungen sein welche die Zeit zur Einnahme akustisch melden bzw. das Intervall zur letzten Medikamenteneinnahme aufzeigen. Solche Systeme werden derzeit auf ihre klinische Wertigkeit erprobt. Variable Compliance die nicht auf Vergesslichkeit beruht geht auf mehr oder weniger bewusste Entscheidungen der Patienten zurück. Dafür gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Gründe wie reelle oder angenommene Nebenwirkungen fehlende Krankheitseinsicht bzw. fehlende Überzeugung in die Notwendigkeit der medikamentösen Behandlung irritierende Informationen aus dem Beipackzettel und sogar Experimentierfreude. Gegensteuern lässt sich dem durch umfassende Aufklärung und Motivierung durch den Arzt die in engen Abständen der Wiederholung bedarf. ... hf


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