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December 2021

Nachsorge beim Mammakarzinom Ärztliche Untersuchung und Mammographie genügen

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 35/ 2000; S. 652/ 20 - 653/ 21; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Priv.-Doz. Dr. med. H. Wandt Medizinische Klinik 5 Institut für medizinische Onkologie und Hämatologie Klinikum Nürnberg In der Nachsorge von Patientinnen mit Mammakarzinom bringt teure Apparatemedizin mit

Keyword(s): NMR und Szintigraphie zum Aufspüren symptomloser Fernmetastasen so gut wie nichts für das Überleben. Die regelmäßige ärztliche Untersuchung die sich auf die Früherkennung lokoregionaler Rezidive konzentriert reicht im Routineeinsatz völlig aus. Ziel der Nachsorge beim Mammakarzinom sollte es sein ein Rezidiv frühzeitig zu erkennen um dann entweder mit einer zweiten Therapiemodalität noch einen kurativen Effekt zu erzielen oder wenigstens die Gesamtüberlebenszeit zu verlängern. Die mediane Überlebenszeit beim Mammakarzinom nach Rezidivdiagnose beträgt je nach Ausgangssituation derzeit nur 11/2 bis 1/2 Jahre. Fernmetastasen therapeutisch kaum beeinflussbar Das Mammakarzinom weist eine sehr unterschiedliche Tumorbiologie auf: Neben sehr langsam wachsenden und sehr spät metastasierenden Mammakarzinomen gibt es äußerst aggressiv wachsende und kaum beeinflussbare Tumoren. Der Einfluss der Therapie bei Fernmetastasen ist im Wesentlichen palliativ. Durch eine frühzeitig einsetzende Therapie ergibt sich kein Überlebensvorteil. Deshalb verwundert es auch nicht dass Patientinnen die regelmäßig an Kontrolluntersuchungen mit Bild gebenden und laborchemischen Verfahren in der Nachsorge teilgenommen haben nicht länger überleben als Patientinnen die nur regelmäßig ärztlich untersucht wurden und erst bei Symptomen weitergehende apparative Untersuchungen erhielten [2 8]. Teure Bild gebende Verfahren bringen keinen Vorteil In den Siebziger- und Achtzigerjahren gehörten regelmäßige Sonographie Röntgen der Lunge Skelettszintigraphie und ein ausgedehnter Laborstatus auch mit so genannte Tumormarkern regulär zur Nachsorge. Diese Untersuchungen waren nicht nur unnötig und teuer sondern sie führten lediglich dazu die Diagnose von symptomlosen Fernmetastasen vorzuverlegen und damit die Patientinnen unnötig frühzeitig mit der Metastasierung zu konfrontieren. Auch eine grundsätzlich wünschenswerte Frühdiagnose von Knochenmetastasen war selbst mit engmaschigen Skelettszintigraphien unmöglich [9]. Was aufgrund von retrospektiven Untersuchungen zu vermuten war wurde 1994 randomisiert und prospektiv an insgesamt 2563 Patientinnen belegt [2 8]: In zwei italienischen Studien erhielten alle Frauen eine regelmäßige ärztliche Untersuchung sowie jährlich eine Mammographie. ab


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