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August 2021

Kardiovaskuläres Risiko korreliert mit Serummagnesium Empfehlungen zur Diagnostik des Magnesiummangels

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 20/ 2000; S. 441/ 49 - 442/ 50; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Prof. Dr. med. L. Spätling Direktor der Frauenklinik des Klinikums Fulda Laut neueren epidemiologischen Studien steigt das kardiovaskuläre Risiko mit fallendem Serummagnesium an und zwar schon bei Konzentrationen innerhalb des bisherigen Referenzbereichs (0 70-1 10 mmol/I). Dies veranlasste die Gesellschaft für Magnesium-Forschung e. V ihre Empfehlungen zur Diagnostik des Magnesiummangels von 1986 zu aktualisieren. Die Diagnostik des Magnesiummangels stützt sich auf Anamnese (Tabelle 1) und klinische Symptomatik (Tabelle 2). Sie wird ergänzt durch die Bestimmung der Magnesiumkonzentration im Serum bzw. Plasma. Einen Hinweis auf Magnesiummangel kann auch die 24h-Ausscheidung im Urin geben. Sie beträgt beim Gesunden 4-5 mmol Mg. Bei nicht renal bedingtem Mangel ist die Magnesiumausscheidung kompensatorisch vermindert bei renal bedingtem Mangel dagegen erhöht. Weiterführende Diagnosemethoden sind die Bestimmung des ionisierten Serum-Mg und der Magnesium-Retentionstest. Als Untersuchungsmaterial zur Erkennung einer Hypomagnesiämie wird zunächst Serum oder Heparin-Plasma verwendet. Die Messung mit der Atomabsorptionsspektrophotometrie (AAS) ist der "Goldstandard". Insbesondere bei stationären und Intensivpatienten muss bei erniedrigtem Serum-Mg stets eine Pseudohypomagnesiämie infolge erniedrigter Albuminkonzentration ausgeschlossen werden da ca. 25% des Magnesiums an Albumin gebunden sind. Eine erniedrigte Albuminkonzentration führt zu einer erniedrigten Gesamtmagnesiumkonzentration ohne dass ein echter Mangel vorliegt. Die andere (bessere) Möglichkeit zum Ausschluss einer Pseudohypomagnesiämie besteht in der Messung des ionisierten Magnesiums. Zusätzlich empfiehlt sich die Bestimmung der Kalium- Kalzium- und Kreatininkonzentration. Fehlermöglichkeiten stellen Hämolyse (Blutentnahmetechnik -material Standzeiten Zentrifugation) und unterschiedliche Entnahmebedingungen (Standard: morgens nüchtern liegend) dar. Zur Zeit liegt kein nach den Kriterien der IFCC (International Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine) bestimmtes Referenzintervall für die Konzentration von Magnesium im Serum/Plasma vor. In der neueren Literatur wird als untere Grenze 0 75 mmol Mg/I angegeben. Die Angaben für die obere Referenzbereichsgrenze schwanken in der Literatur um den Wert 1 10 mmol Mg/I. Die wünschenswerte MB-Konzentration im Serum liegt entsprechend zahlreicher Studien jedoch höher als 0 75 mmol/I. So bestanden in einer Prävalenzstudie bei 199 Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz bei Serum-Mg unter 0 80 mmol/I häufiger ventrikuläre Extrasystolen und Episoden ventrikulärer Tachykardie als bei Konzentrationen über 0 80 mmol/I. ... ab


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