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September 2021

Nürnberger Präventionsbefragung Vorbeugen ja - aber nur, wenn's keine Mühe macht

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 33-34/ 2000; S. 648/ 46; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Prof. Dr. med. Roland E. Schmieder Institut für Präventive Medizin der Nieren- Hochdruck- und Herzerkrankungen Klinikum Nürnberg Süd und Universität Erlangen-Nürnberg Viele Menschen sind heute über gesundheitliche Risiken gut aufgeklärt. Der Vorsatz etwas für die Gesundheit zu tun wird aber nur dann umgesetzt wenn sich Aufwand und Mühen im Rahmen halten. Mit dem Ziel die gesundheitsspezifischen Bedürfnisse der Nürnberger Bevölkerung zu präventiv-medizinischen Maßnahmen zu erfassen wurde 1996 die "Nürnberger Präventionsbefragung" durchgeführt. Der Fragebogen wurde an 5000 repräsentativ ausgewählte Nürnberger Bürger verschickt; die Rücklaufquote betrug 46%. Die insgesamt 55 Fragen waren in sechs Themenbereiche untergliedert: Gesundheit Vorsorgeuntersuchungen Patientenschulungen Gesundheitswesen Informationswege und -bedarf Fragen zur Person. Zur Beantwortung stand entweder eine fünf- bis siebenstellige Skala zur Verfügung oder es sollten exakte Werte (z. B. "Gewicht in kg") angegeben werden. Ergebnisse Das Lebensziel "Gesundheit" hatte bei den Befragten (alle Gruppen) den höchsten Stellenwert. Die Risikogruppen wiesen jedoch kein einheitliches Bild auf. Während die Hyperlipidämiker und Hypertoniker angaben ähnlich wie die restliche Bevölkerung auf ihre Gesundheit zu achten [(2 57 (±0 14) bzw.2 41 (±0 14)] betrug der Wert bei den Diabetikern 1 77 (± 0 20). Hier wird deutlich dass diese Stoffwechselstörung massiv in den Alltag des Betroffenen eingreift. Dagegen achtet die Nicht-Risiko-Gruppe weniger auf ihre Gesundheit. 19 2% der Befragten litten an Hypertonie 18 9% an Hyperlipidämie und 5 2% an Diabetes mellitus. Jeder Fünfte (19 1%) gab an nicht zu wissen ob er an einer der angegebenen chronischen Erkrankungen leide. Besorgnis erregend waren die Angaben bezüglich der Compliance: 13 7% der Hypertoniker 13 1% der Diabetiker und sogar 35 6% der Hyperlipidämiker gaben an ihre Gesundheitsstörung nicht zu therapieren. Den Vorsorgeuntersuchungen wurde ein hoher Stellenwert beigemessen. Überraschend war dass die Risikogruppen signifikant weniger bereit waren an speziellen Schulungen teilzunehmen als die Nicht-Risiko-Gruppe (Abb. 1). ab


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