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May 2022

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen Keine Angst vor schwerem Geschütz!

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. 2000; Nr. 45 (142 Jg.): S.18. 2000;

Abstract: DR. MED.JULIA RAUTENSTRAUCH 20% der Patienten mit Colitis ulcerosa und mehr als 50% der Patienten mit Morbus Crohn brauchen Immunsuppressiva. Derzeit erhalten in Deutschland aber nur 5% der Betroffenen diese Medikamente. Angst vor Nebenwirkungen der Immunsuppression ist der Hauptgrund für die massive Unterversorgung. Bei richtiger Indikation und regelmäßiger Kontrolle ist diese Sorge jedoch unbegründet. Die Mehrzahl chronisch entzündlicher Darmerkrankungen lässt sich mit der Standardtherapie aus 5-Aminosalizylaten und Glukokortikosteroiden in den Griff kriegen. Wenn der Patient aber nicht anspricht oder länger als sechs Monate steroidabhängig bleibt sollten Sie schwerere Geschütze auffahren. Eine lege artis durchgeführte Immunsuppression erhöht die Remissionswahrscheinlichkeit erheblich und ist mit weniger Nebenwirkungen verbunden als die anhaltende Steroidtherapie betonte Professor Dr. Eduard Stange vom Zentrum Innere Medizin am Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart. Mittel der Wahl und heute Standard bei M. Crohn ist das Immunsuppressivum Azathioprin oder sein aktiver Metabolit 6-Mercaptopurin. Die Tagesdosis beträgt 2-2 5 mg/kg behandelt wird kontinuierlich über zwei bis drei Jahre. Die "Number Needed to Treat" ist beim Azathioprin ausgesprochen günstig: "Drei Patienten müssen behandelt werden um eine Remission zu erzielen" berichtete Stange. So behalten Sie die Nebenwirkungen im Griff! Neun von zehn Patienten vertragen das Medikament gut bei 10-15% ist jedoch mit relevanten Nebenwirkungen zu rechnen: 3% entwickeln eine akute Pankreatitis 2-5% eine Knochenmarksdepression 2% allergische Reaktionen 0 3% eine toxische Hepatitis und bis zu 7% vermehrte Infektionen. "Alle diese Nebenwirkungen kann man jedoch abfangen wenn man sie rechtzeitig erkennt" betonte Stange. Das Monitoring des Knochenmarks erfolgt über regelmäßige Blutbildkontrollen (anfangs alle zwei später alle vier Wochen) kritisch sind Leukozytenwerte unter 3000 pro Mikroliter Thombozyten unter 70 000 pro Mikroliter und ein Hämoglobinabfall um mehr als 20%. ... hf


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