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August 2021

Mistel - auf dem Weg zur rationalen Phytotherapie

Journal/Book: Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 41 8 (2000) 573. 2000;

Abstract: Eine kleine Sensation in der komplementären Krebstherapie: Erstmals konnte eine klinische Studie die GCP (good clinical practice)-Kriterien entspricht nachweisen dass Mistelextrakt signifikant die Lebensqualität von Mammakarzinom-Patientinnen verbessert. Auf der Basis der neuen Studienergebnisse wird auch die Schulmedizin nicht mehr die Augen vor der Bedeutung der Mistel als Krebstherapeutikum verschließen können. Naturheilkundlich tätige Onkologen setzen bereits seit Jahrzehnten auf die Heilkraft der Mistel. Bereits in den 20er Jahren dieses Jahrhunderts war die Heilpflanze entsprechend den Empfehlungen des Anthroposophen RUDOLF STEINER in die Tumortherapie eingeführt worden. Dennoch: Trotz unzähliger positiver Erfahrungsberichte und Daten aus In-vitro- und tierexperimentellen Studien fehlte bisher ein definitiver Wirksamkeitsnachweis im klinischen Bereich. Jetzt wurde eine neue Epoche der supportiven Tumortherapie eingeleitet. Denn erstmals konnte in einer plazebokontrollierten Doppelblindstudie die schulmedizinischen Standards genügt eine klinische Wirksamkeit von Mistelextrakt nachgewiesen werden. Voraussetzung für die Durchführung der Studie war die Einführung des standardisierten und normierten Mistelextraktes PS76A2 (Lektinol(r)) der keine Wirkstoffschwankungen aufweist und über eine konstante Präparateaktivität verfügt. In der Studie waren 272 Patientinnen mit Mammakarzinom nach der operativen Entfernung des Tumors mit einer adjuvanten CMF-Chemotherapie und zusätzlich 15 Wochen lang zweimal wöchentlich mit dem Mistelextrakt (drei Dosisstufen) oder Plazebo behandelt worden. Die primäre Fragestellung der Studie bestand darin den Einfluss der Mistel auf die Lebensqualität der Patientinnen zu untersuchen. Um diese Fragestellung zu beantworten setzten die Verantwortlichen valide und international bekannte Selbstbeurteilungsskalen (GLQ-8 Spitzer-Skala) ein. Bessere Lebensqualität weniger Müdigkeit Ergebnis der Studie: In der Dosierung zweimal wöchentlich eine Ampulle PS76A2 (mit je 15 ng Mistellektin im Extrakt) verbesserte die pflanzliche Medikation die Lebensqualität der Krebspatientinnen signifikant besser als Plazebo (GLQ-8: p = 0 0074 Spitzer-Skala: p = 0 0016). Besonders deutliche Verbesserungen gegenüber Plazebo ergaben sich bei den Einzelkriterien "Müdigkeit" (ein wichtiges Problem für Patienten unter einer Chemotherapie) sexuelles Interesse Gefühl der Übelkeit oder Erbrechen sowie "Appetit bzw. Geschmack". Gleichzeitig erwies sich der Mistelextrakt als ausgezeichnet verträglich. ... wt


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