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August 2021

Handlungsleitlinie - Chronische Kopf- und Gesichtsschmerzen; Aus Empfehlungen zur Therapie von chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

Journal/Book: Z. ärztl. Fortbild. Qual.sich. (ZaeFQ) (2000) 94: 515-518. 2000;

Abstract: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft Köln I. DIAGNOSTIK A. Anamnese Spezielle Kopfschmerzanamnese • Beginn und Verlauf des Kopfschmerzes • Kopfschmerzbeschreibung: besondere Charakteristika Begleitsymptome Auraerscheinungen und passagere Herdsymptome •·Dauer Intensität Lokalisation und Ablauf des Kopfschmerzes • auslösende Faktoren: Alkohol Streß Wochenende Medikamente (z. B. Nitrate) Medikamentenentzug Fieber Nahrungsaufnahme Kauen Schlucken Husten Bücken Dialyse • bisherige therapeutische Erfahrungen Allgemeine Krankheitsanamnese • frühere Krankheiten (Unfälle entzündliche ZNS-Erkrankungen Tumorleiden Kopfoperationen zerebrale Durchblutungsstörungen psychiatrische Behandlungen) • Begleitkrankheiten: Erkrankungen der Augen oder des HNO-Bereiches Autoimmunkrankheiten Fieberreaktionen aktuelle Erkrankungen der inneren Organe (z. B. Dialysepflichtigkeit) metabolische Störungen Familienanamnese • Migränehäufung • Häufung sonstiger neurologischer Krankheiten (Epilepsie MS hereditäre Krankheiten) An Ergotamin- Triptan- und/oder Analgetikakopfschmerz muß gedacht werden bei: • mehr als 20 Kopfschmerztagen im Monat • täglichem Kopfschmerz von mehr als 10 Stunden • Einnahme von Kopfschmerzmitteln an mehr als 15 Tagen im Monat • regelmäßiger Einnahme von Analgetika und/oder Ergotamin Dihydroergotamin oder Triptanen (Sumatriptan Naratriptan Zolmitriptan Rizatriptan) • Einnahme in Kombination mit Codein Coffein Antihistaminika • Zunahme der Stärke und Frequenz der Kopfschmerzen bei Entzug • fehlendem Zusammenhang zwischen ursprünglichen Kopfschmerzen (z. B. Spannungskopfschmerzen Migräne) und derzeitigem Kopfschmerzsyndrom. B. Weitere Hinweise zur Diagnostik • allgemeine körperliche Untersuchung • neurologischer Status • psychiatrisch orientierte Exploration • laboranalytische Routineuntersuchungen • fachspezifische Untersuchungen bei klinischer Verdachtsdiagnose: ggf. kraniales

Keyword(s): EEG Kernspintomographie HWS-Aufnahme Sonographie Rheuma- und Immunserologie Hormondiagnostik (Schilddrüse etc.) toxikologisches Drug-Screening Hinweise zur Differentialdiagnostik siehe Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission Tabelle 3. Abbildung 1 faßt Diagnostik und Therapie in einer Übersicht zusammen. II. INDIKATION Spannungskopfschmerz • Die Indikation zur medikamentösen Intervention bei akutem Spannungskopfschmerz ist abhängig von der subjektiven Schmerzintensität. • Chronische täglich oder mindestens jeden zweiten Tag auftretende Spannungskopfschmerzen für länger als 3 Monate sind Indikation für eine medikamentöse Langzeitprophylaxe wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen ohne Erfolg blieben. Akuttherapie des Migräneanfalls • Die Intensität der Kopfschmerzen erfordert eine medikamentöse Therapie (Tabelle 2). Migräneprophylaxe • monatliche Anfallsfrequenz > 3 Attacken oder Versagen einer adäquaten Anfallsbehandlung • ... wt


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