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August 2021

Therapie der Gicht Vorgehen im akuten Anfall - Sekundärprophylaxe Kristallarthropathien Folge 3

Journal/Book: MMW-Fortschr. Med. - Nr. 12/ 2000; S. 282/ 48 - 284/ 50; (142 Jg.). 2000;

Abstract: Dr. med. Renate Keitel Fachkrankenhaus für Rheumatologie und Orthopädie (Chefarzt: Prof. Dr. J. Kekow) Vogelsang/Gommern Therapie beim akuten Gichtanfall Das Behandlungsziel besteht in der raschen Beendigung der Entzündungsvorgänge. Die dafür geeigneten Medikamente sind mit ihren Indikationen und Dosierungen in Tabelle 1 aufgeführt. Die Therapie muss so früh wie möglich - bei den ersten Anzeichen eines Anfalls - begonnen werden. Patienten mit bekannter Diagnose und Rezidivgefahr sollten ihr jeweiliges Präparat immer verfügbar haben und im Bedarfsfall - neben einer Kryotherapie - von sich aus die Behandlung einleiten. Die Anfangsdosierung wird für die Dauer der Entzündungssymptomatik (in der Regel zwei bis drei Tage) beibehalten und dann mit einer reduzierten Erhaltungsdosis (z. B. 25-50 mg Diclofenac 0 5 mg/d Colchizin) mindestens drei Monate fortgeführt. Sekundärprophylaxe und Kontrolle der Hyperurikämie Es gelten die folgenden Regeln: - Nach Beendigung des akuten Gichtanfalls ist unbedingt unmittelbar eine Behandlung der Hyperurikämie anzuschließen. - Die Therapie der Hyperurikämie sollte mit einer einschleichenden Dosis begonnen und in der Regel lebenslang fortgesetzt werden. Das Ziel besteht in der dauerhaften Normalisierung des Harnsäurewerts um 5 5 mg/dl. Eine Überdosierung ist zu vermeiden. - Eine Hyperurikämie ohne klinische Zeichen der Gicht wird dagegen - bis auf Maßnahmen der Lebensführung (Tabelle 3) - nicht als behandlungsbedürftig angesehen. Die für die Differenzialtherapie und die Dosierung maßgeblichen Punkte sind in Tabelle 2 zusammengefasst. Bei der Anwendung von Allopurinol muss die Dosis einer gleichzeitigen Therapie mit Mercaptopurin oder Azathioprin auf ein Viertel reduziert werden. Eine Kreatinin-Clearance von unter 30 ml/min. erfordert eine Reduzierung der Allopurinoldosis. Zur Therapie der Gichtniere ist auf eine ausreichende Diurese und eine Alkalisierung des Urins zu achten. Die gleichen Maßnahmen sind bei der Anwendung von Urikosurika wünschenswert. Die in Folge 1 Tabelle 3 (MMW-Fortschr. Med. 10/2000) genannten Begleitkrankheiten sind ggf. im Therapieplan zu berücksichtigen. Nicht medikamentöse Basistherapie der Gicht Eine medikamentöse Sekundärprophylaxe der Gicht ist durch ein nicht medikamentöses Begleitprogramm zu ergänzen (Tabelle 3). Dies geschieht am besten im intensiven Gespräch und durch die zusätzliche Ausgabe von Merkblättern. ab


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